Helfer gesucht: Komm, wir pflanzen einen Wald

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In Bayreuth soll ein Klima-Wald entstehen. Das ist ein Wald, der dem Klimawandel trotzen kann. Das von Bayreuther Studenten im Masterstudiengang Global Change Ecology initiierte Projekt wird gemeinsam mit der Stadtförsterei und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in einer sturm- und dürregeschädigten Waldfläche von einem Hektar verwirklicht. Für die Pflanz-Aktion vom 25. bis 27. April werden noch Helfer gesucht.

Im Klimawald kommen Studenten und Forstleute zusammen

Die einen kommen aus aller Welt nach Bayreuth, um im internationalen Masterstudiengang zu lernen, vor welchen großen Herausforderungen die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten steht: Lässt sich die zunehmende Erwärmung der Erde rechtzeitig abbremsen, um die Lebensgrundlagen rund um den Globus zu erhalten? Die anderen leben und arbeiten in der Region und fragen sich als Forstexperten, wie unsere Wälder die kommenden Jahrzehnte meistern sollen. Längere trockene Phasen, Borkenkäfer und häufigere Stürme setzen den Wäldern schon jetzt zu. Lassen sich Waldflächen heute so verjüngen, dass die Bäume auch in 100 Jahren noch wachsen und gedeihen?

Die Idee hinter dem Projekt

Durch die internationale Ausrichtung unseres Studiengangs kommen jährlich viele junge Menschen aus der ganzen Welt nach Bayreuth. Im Laufe des Studiums reisen wir für die Teilnahme an Konferenzen und Akademien sowie für unsere Abschlussarbeiten in zahlreiche weitere Länder dieser Welt. Aber: Durch unsere Reisen produzieren wir enorme Mengen an Treibhausgasen. Mit dem Klimawald Bayreuth möchten wir Verantwortung für unsere klimaschädlichen Emissionen übernehmen.

(Kun Woo Ro, Nikunj Pathak und Theresa Landwehr, Initiatoren)

Traubeneiche und Rotbuche statt Fichte und Kiefer

Auf einem Hektar sturmgeschädigter Waldfläche werden daher Ende April fast 5.000 Bäume gepflanzt. Wachsen sollen dort zukünftig – statt Fichte und Waldkiefer – insgesamt zehn verschiedene Baumarten, gemeinsam ausgewählt von den Forstexperten und Gregor Aas, der den Ökologisch-Botanischen Garten der Uni Bayreuth leitet. Traubeneiche und Rotbuche stellen den Löwenanteil der Setzlinge, dazu kommen Weißtanne, Hainbuche, Vogelkirsche, Esskastanie, Baumhasel, Winterlinde, Douglasie und Elsbeere. So soll ein widerstandsfähiger Wald entstehen, der durch CO₂-Speicherung einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet, höhere Temperaturen tolerieren kann und darüber hinaus Lebensraum für viele Arten bietet.

Die Fläche für den Klimawald ist bereits eingezäunt, die Fördermittel für die Baumpflanzen sind genehmigt und pünktlich zum Start des Sommersemesters kann es losgehen: Vom 25. bis 27. April werden in insgesamt neun dreistündigen Schichten Bäume gepflanzt. Hohlspaten und Expertise stellen die Förster zur Verfügung, die Studierenden sammeln an ihrer Universität und über die Fridays-for-Future- Bewegung freiwillige Helfer.

Wer mit pflanzen will, meldet sich online für die gewünschte Zeit an. Weitere Infos zu Aktion, Ort sowie zur Anmeldung gibt es hier: www.klimawaldbayreuth.com.