Freizeit

Kreuzsteinbad Bayreuth bereitet sich trotz Kurzarbeit auf Freibadsaison vor

Trotz Corona-Pandemie dürfen die Freibäder in Bayern ab dem 8. Juni wieder öffnen. Das Kreuzsteinbad in Bayreuth öffnet voraussichtlich am 15. Juni 2020. Die Vorbereitungen dafür laufen aktuell.

Seit heute (8. Juni 2020) beginnt die Freibadsaison in Bayern wieder. Mit den neuen Corona-Lockerungen dürfen die Freibäder in Bayern wieder öffnen. Im Kreuzsteinbad Bayreuth laufen aktuell die Vorbereitungen, damit das Bad voraussichtlich am 15. Juni 2020 öffnen kann.

Nur notwendige Arbeiten im Bayreuther Kreuzer

“Wir sind Anfang März in unsere Saisonvorbereitungen gestartet, ganz normal wie jedes Jahr”, sagt Jan Koch, Pressesprecher der Stadtwerke Bayreuth. “Doch dann sind wir, wie alle anderen auch, von Corona überrollt worden. Keiner wusste wie es weiter geht.” Es habe zwar Empfehlungen gegeben, aber trotzdem seien die Betreiber des Kreuzers sehr verunsichert gewesen.

“Wir wollten keinerlei Risiko eingehen.” Deswegen fassten die Stadtwerke den Beschluss, alle Arbeiten bis auf die Notwendigsten, ruhen zu lassen. Zu den notwendigsten Arbeiten gehörten zum Beispiel Fliesenlegerarbeiten oder andere Termine. “Die haben wir unter strengsten Hygienemaßnahme durchgeführt und dann war Schluss”, sagt Jan Koch.

Kurzarbeit im Bayreuther Kreuzsteinbad

Wie einige andere Unternehmen standen die Stadtwerke vor der Entscheidung: Was passiert mit den Mitarbeitern? “Unsere Mitarbeiter sind sicher nicht nur Zahlen für uns”, sagt Koch. “Aber durch Corona hatten wir absolut keine Einnahmen und wollten die Arbeitsplätze sichern. Deswegen mussten auch wir Kurzarbeit anmelden.”

Im Mai wurden die ersten Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt und bald sollen weitere nachfolgen. “Seit zwei Wochen sind wir wieder hier im Einsatz und machen alles, was in der Zeit liegen geblieben ist.”

Die Grünanlagen müssten gepflegt werden, wobei hier auch mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet werde. Außerdem müssen nach Kochs Angaben die Wege mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden und der Spielplatz musste auf Vordermann gebracht werden. “Bei unserem Spielschiff mussten viele Balken erneuert werden. Das war nicht mehr im besten Zustand.”

Styroporplatten in Bayreuther Becken

Es gibt vor und nach jeder Badesaison Arbeiten zu erledigen, die die Badegäste nicht mitbekommen, erklärt Jan Koch. Dazu gehört im Herbst die Becken mit Styroporplatten abzudecken und diese im Frühjahr wieder abzunehmen. “Das ist wie ein riesiges Puzzelspiel und muss nach Plan erfolgen. Für jedes Becken und jeden Beckenabschnitt gibt es eine extra zugeschnittene und nummerierte Platte”, erklärt Koch. Weiterhin werden vereinzelt Fliesen ausgetauscht, Fugen repariert, Geländerumrandungen um die Becken wieder angebracht und Startblöcke wieder aufgestellt werden.

Kreuzsteinbad Bayreuth: Maximal 2.000 Gäste am Tag

Normalerweise passen 5.000 Menschen ins Bayreuther Kreuzsteinbad. Doch diese Menschenmenge sei in der derzeitigen Situation nicht tragbar. Die Hygienebestimmungen und Abstandsregeln könnten so nicht eingehalten werden. “20 Quadratmeter pro Gast sind vorgeschrieben. Wenn ich das auf unser Bad hochrechne, dürfen wir gleichzeitig 1.000 Badegäste haben”, sagt Koch.

Außerdem sei das Baden in zwei Schichten geplant. “Es gibt einmal eine Morgenschicht und dann eine Nachmittag-/Abendschicht. So können wir dann maximal 2.000 Menschen am Tag ins Bad lassen.” Durch Corona haben sich die Badbetreiber auch dazu entschlossen, einen Eingang und einen Ausgang festzulegen. Koch erklärt: Der Haupteingang bleibt auch der Eingang, nur komme man in dieser Saison dort nicht mehr hinaus. Der neue Ausgang ist die Drehtür in der Nähe vom Schwimmerbecken.

Corona-Übertragung über Wasser?

Um das Wasser im Bad sauber zu halten, gibt es große Filteranlagen die das Wasser filtern und chloren. Dass das Coronavirus diese Prozedur überlebt, hält Koch für unwahrscheinlich.

“Nach allem was Ministerium und Fachverbände so sagen, scheint es sehr sehr unwahrscheinlich zu sein, dass das Coronavirus übers Wasser übertragen wird, geschweige denn diese Chlorung überlebt. Also dass man sich wegen des Wassers Sorgen macht, ist wohl eher nicht notwendig”

(Jan Koch, Pressesprecher Stadtwerke Bayreuth)

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler