Letzte gelbe Telefonzelle abgebaut

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Früher prägten gelbe Telefonzelle das Stadtbild deutscher Großstädte. Heute hat die Deutsche Telekom am Königssee das letzte verbliebene gelbe Telefonhäuschen abgebaut.

Spektakulärer Abtransport

Die Deutsche Telekom inszenierte den Abtransport des letzten gelben Telefonäuschens spektakulär in einem Video. Dabei wird die Telefonzelle erst auf einen Lkw verladen und später per Boot über den Königssee transportiert, da der ursprüngliche Standort nicht auf dem Landweg erreicht werden kann.

Vor Jahren gab es noch mehr als 100.000 solcher Telefonhäuschen in Deutschland. Rund die Hälfte davon hatten die charakteristische gelbe Farbe.Vor dem Aufkommen der Mobiltelefone prägten die Häuschen das Bild deutscher Städte. Seit Ende der 90er-Jahre liefen jedoch Handys den Telefonhäuschen den Rang ab. In Folge wurden die öffentlichen Telefone nach und nach abgebaut, immer dann, wenn der Umsatz des jeweiligen Telefons unter 50 Euro pro Monat sinke. Dabei werden Kosten wie Reparatur, Reinigung sowie Strom und Anschlusskosten verrechnet. Nun ist also auch das letzte gelbe Häuschen Geschichte.

Geschichte der Telefonhäuschen

  • Das erste Telefonhäuschen wurde 1881 in Betrieb genommen
  • Seit 1899 gab es Münzfernsprecher
  • Telefonate kosteten anfangs zwei Groschen
  • Ab den 1920er Jahren gab es flächendeckend Telefonzellen in deutschen Städten
  • Ab 1946 war für Telefonzellen die Farbe Gelb vorgeschrieben
  • Seit Mitte der 90er stellte die Telekom grau-magentafarbene Häuschen auf
  • Die letzte gelbe Telefonzelle stand am Wallfahrtsort St. Bartholomä
  • Insgesamt gibt es noch etwa 17.000 Telefonzellen in Deutschland (Stand: Anfang 2019)