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Mädchen von Jungen mit Feuerwerkskörper beworfen: Schulranzen komplett abgebrannt

Ein Mädchen (13) ist in Selb von einem Jungen (12) mit einem Feuerwerkskörper beworfen worden, während sie auf ihre Mutter wartete. Die Schultasche des Mädchens ist daraufhin abgebrannt.

Ein Junge (12) hat in Selb ein 13-jähriges Mädchen mit einem Feuerwerkskörper beworfen. Daraufhin ist ihr Schulranzen abgebrannt. Die Polizei erwischte den Jungen kurz darauf – mit weiteren Feuerwerkskörpern.

Ersten Erkenntnissen zufolge habe am gestrigen Montagnachmittag (16.11.2020), kurz vor 15 Uhr, eine 13-jährige Schülerin in der Jahnstraße in Selb auf einem Stein sitzend auf ihre Mutter gewartet. Zwei Jungen seien auf ihren Fahrrädern an der 13-Jährigen vorbeigefahren. Einer der beiden, ein 12-Jahre alter Junge aus Selb, habe dabei im Vorbeifahren gezielt einen brennenden Feuerwerkskörper in Richtung der 13-Jährigen geworfen. Das berichtet die Polizei.

Feuerwerk auf Mädchen geworfen: Büchertasche abgebrannt

Dieser habe sich dann an dem Schulranzen des 13-jährigen Mädchens verfangen, welcher auf dem Boden stand. Die Schultasche habe dadurch Feuer gefangen und sei daraufhin samt Inhalt angebrannt, teilt die Polizei mit.

Die 13-Jährige sei hierbei unverletzt geblieben. Am Schulranzen und dessen Inhalt sei durch den Feuerwerkskörper ein geschätzter Schaden von etwa 50 Euro entstanden, erklärt die Polizei.

Der Zwölfjährige und der andere Junge sind nach dieser Tat unmittelbar geflüchtet. Beamte der Polizei Marktredwitz und der Polizeiwache Selb waren schnell vor Ort und konnten den 12-Jährigen nach kurzer Zeit stellen. Dies gelang wegen der guten Beschreibung des Jungen.

Selb: Polizei findet weitere Feuerwerkskörper

Er war zu diesem Zeitpunkt immer noch in Begleitung des zweiten Jungen. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten noch weitere Feuerwerkskörper. Vor Ort zeigte sich der Zwölfjährige geständig und gab die Tat zu.

Gegen ihn wird nun wegen eines Vergehens der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Nach Aufnahme des Sachverhalts übergaben die eingesetzten Polizisten den Zwölfjährige und seinen Begleiter an die jeweiligen Eltern, “nicht ohne ihnen entsprechende Worte, bezüglich ihrer Sprösslinge mit auf den Weg zu geben”, erklärt die Polizei.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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