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Verhalten

Müllberge am Wochenende in der Wilhelminenaue: Drohen nun Konsequenzen?

Am vergangenen Wochenende wurde die Wilhelminenaue in Bayreuth erneut komplett vermüllt. Nun könnte es Konsequenzen geben.

Das vergangene Wochenende hat Spuren in der Wilhelminenaue hinterlassen. Feiernde haben Müllberge zurückgelassen – nun könnte die Stadt Bayreuth Konsequenzen ziehen.

In den sozialen Medien wurden Bilder der Müllberge geteilt. Der Hintergrund: „Die Bayreuther sollen mal sehen, wie es dort aussieht, bevor es aufgeräumt wird“, sagt ein Bayreuther, der die Müllberge gesehen hat.

Müllberge in der Wilhelminenaue in Bayreuth

„Am vergangenen Wochenende waren massive Probleme mit Vermüllung festzustellen“, teilt die Stadt Bayreuth auf Nachfrage des bt mit. „Allein am Samstag/Sonntag haben die Mitarbeiter des Stadtgartenamtes rund 40 große Müllsäcke von Unrat aus der Wilhelminenaue geschafft. Auch am Montag liefen Reinigungsarbeiten bis in die Mittagszeit“, erklärt Pressesprecher Joachim Oppold von der Stadt Bayreuth.

Dabei ist es nicht nur für viele Bayreuther, sondern auch für die Mitarbeiter des Stadtgartenamtes ärgerlich: „Besonders viel Mühe verursachen die vielen Glasscherben, die von zerbrochenen Flaschen herrühren.“

Überwachung der Wilhelminenaue sei eine Illusion

Die Anzahl der Mülleimer und Container in der Wilhelminenaue wurde nach Angaben der Stadt Bayreuth aufgestockt. „Dem Vermüllungs-Problem, wie es sich phasenweise – wie am vergangenen Wochenende – darstellt, wird man aber mit noch mehr Mülleimern nicht beikommen“, teilt Oppold mit.

Auch die Forderung nach einer stärkeren Überwachung sei nicht zielführend: „Angesichts der Größe des Geländes ist auch eine lückenlose Überwachung durch Polizei und Sicherheitsdienst eine Illusion“, sagt Oppold und ergänzt: „Es geht hier vor allem um eine Haltungs- beziehungsweise Einstellungsfrage, wie man als Nutzer mit einem attraktiven öffentlichen Angebot wie der Wilhelminenaue umgeht“.

Drohen Konsequenzen in Bayreuth?

Auf die Frage des bt, ob nun Konsequenzen in der Wilhelminenaue drohen, antwortet die Stadt Bayreuth: „Die Stadt wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Demnächst ist ein Gespräch mit der Polizei beabsichtigt.“ Das bestätigt auch die Polizei auf Nachfrage des bt.

Die Polizei erklärt weiter, dass am vergangenen Wochenende in den sozialen Netzwerken zu einer Feier aufgerufen wurde: Deshalb war die Polizei mit mehreren Einsatzkräften in der Wilhelminenaue vor Ort.

Appell der Stadt Bayreuth

Wegen der Randale und der Vermüllung gibt es seit Längerem einen Sicherheitsdienst. „Die Anzahl der Mitarbeiter wurde aufgestockt und die Einsatzzeit verdoppelt. Inzwischen sind die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes an Wochenenden von Freitag bis Sonntag von 20 bis 2 Uhr früh im Einsatz. Hierbei entstehen selbstverständlich nicht unerhebliche Kosten“, heißt es von der Stadt Bayreuth.

Um nicht weitere Kosten durch weitere Maßnahmen entstehen zu lassen, hat die Stadt noch einen Appell: „Die Stadt appelliert an alle Besucherinnen und Besucher der Wilhelminenaue, dieses Naherholungsrefugium pfleglich zu behandeln und den Park so zu verlassen, wie man ihn auch selber am nächsten Tag gerne vorfinden möchte. Es ist schlicht nicht zu viel verlangt, Müll dort zu verstauen, wo er hingehört – nämlich in die Mülleimer – oder, noch besser, ihn wieder mitzunehmen.“

  • Müll in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: privat

  • Müll in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: privat

  • Müll in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: privat

    Party in der Wihlelminenaue. So sah es vor einem Monat nach dem ersten Aufruf aus. Archivfoto: privat

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann