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Coronavirus

Nach Corona-Ausbruch in Fleischbetrieb – Laschet kündigt erneuten Lockdown an

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Obwohl die Situation in Deutschland bislang unter Kontrolle war, gab es in Nordrhein-Westfalen einen massiven Ausbruch in einem Fleischbetrieb. Jetzt hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet die Konsequenzen für Stadt und Landkreis Gütersloh verkündet. 

In einem Fleischbetrieb in Nordrhein-Westfalen gab es einen massiven Corona-Ausbruch. Über 1300 Menschen haben sich mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert. Jetzt hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Konsequenzen angekündigt. Frühere Meldungen zum Coronavirus in Deutschland gibt es hier.

Update vom 23. Juni 2020 um 11:10 Uhr: Erneuter Lockdown für Gütersloh

In Rheda-Wiedenbrück haben sich mittlerweile 1331 Angestellte des Fleischbetriebs Tönnies mit dem Coronavirus infiziert. Deswegen wurden sowohl der Betrieb als auch Schulen und Kitas geschlossen, berichten verschiedene Medien.

Lockdown im Kreis Gütersloh

Wegen des massiven Corona-Ausbruchs hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) einen erneuten Lockdown in Gütersloh beschlossen. Dieser gelte vorerst für eine Woche, also bis zum 30. Juni, berichtet Focus Online. Zudem sollen die Testungen ausgeweitet werden. Alle Bewohner von Altenheimen und alle Mitarbeiter der Fleischindustrie in ganz NRW sollen getestet werden. Außerdem könne sich jeder Bürger freiwillig testen lassen.

Kontaktbeschränkungen im Raum Gütersloh

Die Angestellten von Tönnies seien unter Quarantäne gestellt worden. “Wir können durch die Quarantäne sicherstellen, dass die Beschäftigten von Tönnies nicht woanders eingesetzt werden können”, sagte Laschet. “Man darf sich nur mit Personen des eigenen Hausstandes oder zwei Personen im öffentlichen Raum bewegen. Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen werden unterbunden, in denen keine Maskenpflichtbesteht”, sagt Laschet. Damit sollen wieder dieselben Kontaktbeschränkungen wie im März gelten. Zudem würden Fahrten mit Reisebussen verboten und Bars wieder geschlossen werden.

Update vom 8. Juni 2020: Jens Spahn kündigt Corona-App an

Am Dienstag (16.6.2020) startet die offizielle Corona-App in Deutschland. Die App soll dabei helfen, Covid-19 unter Kontrolle zu halten, bis ein Medikament oder ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt ist. Durch die App sollen Infektionsketten schnell nachvollzogen werden können.

Dabei erkennt die deutsche Corona-App, welche Smartphones sich für mindestens 15 Minuten näher als zwei Meter kommen. Nach einem positiven Test können diese Daten dann freigegeben werden. Kontaktpersonen erhalten dann per Push-Nachricht auf ihrem Handy die Aufforderung, sich selbst testen zu lassen. Die App ist für gängige Apple- oder Android-Smartphones in den App Stores erhältlich.

Corona-App soll von der Bundesregierung vorgestellt werden

In der kommenden Woche soll nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bundesregierung die Corona-App vorstellen und mit einer breit angelegten Kampagne bewerben. Das sagte er der Rheinischen Post.

Außerdem verteidigte er die lange Entwicklungsdauer. “Wir werden die App im Laufe der nächsten Woche vorstellen. Diese Zeit brauchten wir für die Entwicklung, weil wir hohe Anforderungen stellen: Die App muss auf allen Endgeräten genutzt werden können und soll beispielsweise auch dann messen, wenn man mit dem Handy Musik hört”, sagte Spahn der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Montag).

Lange Dauer der Corona-App-Entwicklung

Strenge Vorgaben beim Datenschutz, der Datensicherheit und bei der Energieeffizienz müssen bei der Corona-App erfüllt werden. “Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leerzieht, nutzt keiner”, betonte Spahn bei der rp. “Und sie soll allen Bundesbürgern zugänglich sein. Auch das unterscheidet unseren Weg von begrenzten Feldversuchen anderer europäischer Länder.”

Zur möglichen Nutzung der App sagte Spahn der Rheinischen Post: “Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden.” Man solle die die Erwartungen auch nicht zu hoch schrauben. “Das Virus einzudämmen, ist ein Teamspiel. Jeder, der die App herunterlädt, hilft dabei. Die Bundesregierung wird in einer breit angelegten Kampagne werben.”

Eine zusätzliche gesetzliche Grundlage für die App lehnte Spahn unter Verweis auf die Datenschutzgrundverordnung ab. Weiter betonte Spahn, die App werde helfen, “Kontakte im Umfeld von infizierten Personen schnell zu informieren und zum Testen einzuladen”. Wenn dann im Vergleich zu heute eher einer mehr zum Testen gehe, als einer zu wenig, dann sei das um so besser. Spahn betonte: “Die App ist kein Allheilmittel. Sie ist aber ein weiteres, wichtiges Werkzeug, um die Infektionszahlen niedrig zu halten.”

Update vom 31. Mai 2020 um 9 Uhr: 160 Personen nach Familienfeier in Göttingen in Quarantäne

Bei einigen größeren privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Betroffenen sind zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien.

Familienfeiern in Göttingen – 160 Personen in Quarantäne

Die Stadt Göttingen vermeldet, dass jüngst 160 Personen eine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes erhalten haben. Diese stehen alle im Zusammenhang mit mehreren größeren privaten Feiern am vergangenen Wochenende. Darunter befinden sich 57 Kinder und Jugendliche.

Bislang 35 Infizierte im Zusammenhang mit den Feiern

Von den 160 Personen sind zuletzt am Samstag 15 Menschen getestet worden. Über 100 weitere Personen sind über Pfingsten für Tests angemeldet. Insgesamt sind bis Samstagabend (30.5.2020, 20 Uhr) insgesamt 35 Personen im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten positiv auf Covid-19 getestet worden. Davon ist nur eine Person schwer erkrankt und befindet sich in stationärer Behandlung. Ein oberfränkischer Landkreis hat die bayernweite Obergrenze an Neuinfektionen geknackt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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