Polizeibericht

Nach tödlicher Messerattacke in Oberfranken: Beschuldigter in Haft

Nach einer Auseinandersetzung hat ein Mann im April in Kronach einen 23-Jährigen mit einem Messer tödlich verwundet. Danach flüchtete er nach Frankreich. Jetzt sitzt der mutmaßliche Täter in einem oberfränkischen Gefängnis.

Im April hat ein Mann einen 23-Jährigen nach einer Auseinandersetzung in Kronach getötet und ist anschließend geflohen. Bereits Anfang Mai wurde der mutmaßliche Täter dieses Tötungsdelikts auf seiner Flucht in Frankreich festgenommen. Seit Freitag (29.5.2020) befindet sich der Mann nun  in Oberfranken in Haft.

Messerangriff endete tödlich

Bei der Auseinandersetzung zwischen den zwei Männern am Samstagmittag des 4. April 2020 in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Ludwigsstädter Straße in Kronach, erlitt der  23-jährige, afghanische Bewohner durch einen Messerangriff tödliche Verletzungen. Der Täter flüchtete anschließend in unbekannte Richtung und konnte trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung nicht aufgegriffen werden.

Täter in Paris geschnappt

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Coburg erhärtete sich schnell der Tatverdacht gegen den 28-jährigen, ebenfalls afghanischen Staatsangehörigen, woraufhin die Staatsanwaltschaft gegen ihn einen Haftbefehl erwirkte. Aufgrund intensiver Fahndungsmaßnahmen konnte der mutmaßliche Täter Anfang Mai in Paris ausfindig gemacht und festgenommen werden.

Beschuldigter sitzt im Gefängnis

Die Staatsanwaltschaft Coburg stellte bei den französischen Behörden umgehend einen Auslieferungsantrag zur Überstellung des Tatverdächtigen. Am Donnerstag (28.5.2020) kam der Beschuldigte in Frankfurt an. Beamte der Kriminalpolizei Coburg führten den 28-Jährigen am Freitag dem Haftrichter des Amtsgerichts Kronach vor. Nach der Eröffnung des Haftbefehls brachten ihn die Kriminalbeamten in eine Justizvollzugsanstalt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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