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Immobilie

Gebäude der Sparkasse in der Bayreuther Innenstadt ist beinahe verkauft: Es ist viel geplant

Die Gebäude der Sparkasse in der Bayreuther Innenstadt haben einen Interessenten und sind beinahe verkauft. ehret+klein möchte die Gebäude erwerben. Eine Mischnutzung soll in der Innenstadt entstehen.

Die Gebäude der Sparkasse in der Bayreuther Innenstadt sind beinahe verkauft. ehret+klein stehen kurz vor der Unterschrift als Eigentümer für die Gebäude in der Opernstraße und Badstraße.

Noch ist der Kaufvertrag nicht unterschrieben, beginnt Wolfram Münch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bayreuth, seine Ausführungen. Doch das solle in naher Zukunft geschehen. Die Verhandlungen seien so weit, dass “man sich zusammen zeigen” kann, sagt Münch.

Das soll in der Bayreuther Innenstadt entstehen

Im April hat die Sparkasse entschieden, die Gebäude in der Opernstraße 8 -12 und in der Badstraße 5 – 7 zu verkaufen. Eine Entscheidung sollte zügig folgen, teilten die Verantwortlichen mit. Nun gilt das Unternehmen ehret+klein als baldiger Käufer.

Konstantin von Abercron von ehret+klein erklärt, in Bayreuth ein neues Quartier zu entwickeln. Das Unternehmen wolle bestmöglich auf die Stadt eingehen. Es solle der „Stadt einen Mehrwert bieten“.

Kultur, Wohnen, Gastronomie: Mischquartier in Bayreuth

Das Unternehmen erklärt, das Areal nachhaltig und adaptiv nutzen zu entwickeln. “Vorstellbar ist ein mischgenutztes Quartier aus Kultur, Wohnen, Büro, Gastronomie und Handel mit etwa 12.000 Quadratmetern”, heißt es weiter. Bestehende Angebote vor Ort sollen dadurch ergänzt werden. Die Gebäude sollen weiterhin zu allen drei umgebenen Straßen geöffnet werden.

Bisher sind die Räume der Sparkasse in den Gebäuden leer. Zwei weitere Gewerbetreibende befinden sich noch in der Badstraße, “deren Erhalt vom Projektentwickler anvisiert wird”.

Rückseite des Bayreuther Opernhauses wird zur Vorderseite

Die Hinterhofseite an der Opernstraße mit dem Markgräflichem Opernhaus soll nach Abercrons Angaben zu einer Vorderseite gemacht werden. “Die Rückseiten des Opernhauses sollen zu Vorderseiten gemacht werden”, fasst Münch von der Sparkasse zusammen.

Abercron teilt weiter mit: Es wird gegebenenfalls im Bereich des Innenhofes einen Neubau geben. Auch in der Opernstraße solle es einen Neubau geben. Die denkmalgeschützten Gebäude in den Straßen sollen saniert werden. Probleme mit der UNESCO wegen des Markgräflichen Opernhauses erwartet Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) nicht.

Nutzung der Gebäude in der Opernstraße und Badstraße in Bayreuth

Der Hinterhof soll der Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden, berichtet Abercron. Dazu sollen von den Gebäuden “Durchwegungen” errichtet werden. Weiterhin sollen einige Teile für gewerbliche Nutzung erhalten bleiben. Weiterhin sollen in der Innenstadt neue Wohnungen und Platz für Kunst und Kultur entstehen, berichtet Abercron.

Das Unternehmen teilt dabei in einer ersten vorläufigen Idee mit, dass etwa 35 Prozent als Wohnräume genutzt werden sollen. Weitere 25 Prozent seien für Kunst und Kultur vorgesehen.

Dauer der Bauarbeiten in Bayreuther Innenstadt

Bis die neue Nutzung der Gebäude in der Opernstraße und Badstraße steht, wird es allerdings noch dauern. Nach der Unterschrift des Kaufvertrages müssen nach Abercrons Angaben erst Studien durchgeführt werden sowie ein Bebauungsplan mit der Stadt Bayreuth. OB Ebersberger erklärte dazu: “Das wird zügig laufen.” Für diese Entwicklungen rechnet Abercron zwischen sechs und zwölf Monaten.

Im Anschluss gehe es um Rückbau, Teilrückbau und Sanierung, erläutert Abercron weiter. Danach beginne die klassische Bauphase, die zwischen 18 und 24 Monate andauern solle.

Zwischennutzung in Opernstraße und Badstraße

Bis die Bauarbeiten beginnen könnte kulturelle Zwischennutzung geplant werden. Ein Leerstand solle minimiert werden. “Wir können uns sehr gut vorstellen, etwas in Richtung Zwischennutzung zu machen. Es gibt aber noch keine akute und direkte Idee”, erläutert Abercron.

Keine Details zum Kaufvertrag und der Ausschreibung

Details zur Ausschreibung werden von beiden Beteiligten nicht genannt. Auch der Kaufpreis wird nicht genannt, wie er bereits in anderen Medien genannt worden sein soll. Diese Summe werde nicht bestätigt, sagt Münch. Der Kaufvertrag ist auch noch nicht vollzogen. Die Sparkasse ist nach Münchs Angaben noch Eigentümer. Allerdings ist “es bereits so weit, dass die Wahrscheinlichkeit überwiegend ist, dass es zu einem Kaufertrag” kommen kann, sagt Münch.

Der Hauptsitz der Sparkasse werde nun in der Luitpoldstraße sein. Außerdem habe die Sparkasse in der Habrugerstraße Räume für Mitarbeiter angemietet, teilt Münch mit.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann