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Demonstration

Radentscheid Bayreuth will Bürgerbegehren erreichen

Der Radentscheid Bayreuth hat wieder eine Kundgebung angemeldet – und zwar genau sieben Tage nach der letzten Aktion der Initiative, einem Pop-up-Radweg.

Erst vor einer Woche machte der Radentscheid Bayreuth auf sich aufmerksam. Dabei errichtete die Initiative einen Pop-up-Radweg am Hohenzollernring und sperrte dafür eine Fahrspur. Nun zeigt der Radentscheid erneut Präsenz und hat eine Kundgebung auf dem Stadtparkett unter dem Motto „für eine lebenswerte Stadt“ durchgeführt.

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Bürgerbegehren für Bayreuth

Das Ziel der Initiative ist ein Bürgerbegehren, um ihre Forderungen vor den Stadtrat zu bringen. So soll die Stadt zum Beispiel mehr Geld in Radwege investieren und ein lückenloses Radwegnetz mit vorrangigen Fahrradrouten schaffen. Außerdem wollen die Aktivisten unter anderem sichere Rad- und Fußwege für alle Altersgruppen erreichen. Dafür müssen mindestens 3.600 gültige Unterschriften erreicht werden. Denn das sei das Quorum für ein Bürgerbegehren, sagt Initiator Daniel Brunnabend. „Wir haben inzwischen etwa 4.700 Stimmen gesammelt“, erzählt Brunnabend. Das reicht den Aktivisten aber noch nicht. „Um sicher zu gehen, dass genügend gültige Unterschriften dabei sind, haben wir uns als Ziel 5.000 Stimmen gesetzt.“ Dann geht das ganze weiter an den Stadtrat. „Der muss sich dann erstmal damit beschäftigen.“

Reaktionen auf Pop-up-Radweg am Hohenzollernring

Der Pop-up-Radweg am vergangenen Samstag (11.7.2020) hat die unterschiedlichsten Reaktionen hervorgerufen, sowohl auf der Straße als auch auf Social Media Plattformen wie Facebook. „Viele Reaktionen waren positiv. Aber klar, du hast immer welche dabei, die meckern“, sagt Daniel Brunnabend. „Da war es relativ einfach Unterschriften zu sammeln.“ Denn in dem Fall seien die Menschen auf die Aktivisten zugegangen. Denn wenn die Initiative auf dem Stadtparkett in Bayreuth unterwegs ist, müssten sie die Menschen ansprechen.

Brunnabend zieht eine erfreuliche Bilanz unter dem Pop-up-Radweg: „Insgesamt war es positiv und hat großen Spaß gemacht.“ Falls es eine solche Aktion nochmal geben sollte, würde es an anderer Stelle sein, sagt der Initiator. „Vielleicht an einer Stelle, wo das Rad besser in das allgemeine Radwegenetz integriert ist, eventuell die Universitätsstraße.“ Denn am Hohenzollernring habe es den Radfahrern nicht viel gebracht. „Das war auch mehr zu Sensationszwecken und nur ein kurzes Mini-Stück um zu zeigen, wie es aussehen könnte. Das nächste Mal würde ich aber eine Stelle auswählen, wo es auch wirklich was bringt.“

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler