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Vandalismus

Randale an der Wilhelminenaue: Andreas Zippel will Veranstaltungen für junge Menschen und Streetworker

Wegen der Randale mit Lärm und Müll an der Wilhelminenaue in Bayreuth stellt zweiter Bürgermeister Andreas Zippel einen Antrag an die Stadt Bayreuth: Er möchte zwei Streetworker und Veranstaltungen für junge Menschen.

Andreas Zippel (SPD) stellt einen Antrag an den Bayreuther Stadtrat: Er möchte zwei Streetworker einstellen und Aktivitäten und Veranstaltungen für junge Menschen planen. Grund für seinen Antrag seien die Randale an der Wilhelminenaue. Dort wurde wegen Müll, Lärm und Sachbeschädigung geklagt. Bereits vor einigen Wochen haben mehrere Parteien verschiedene Maßnahmen gefordert.

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Wegen Randale an der Wilhelminenaue: Antrag von Andreas Zippel

Andreas Zippel schreibt in seinem Antrag: „Der Stadtrat möge beschließen: Ab dem Haushalt 2021 werden zwei Personalstellen „Streetworker“ eingestellt. Die Stadt Bayreuth unterstützt gerade auch während der Corona-Pandemie Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen, deren Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene sind.“

Polizei an der Wilhelminenaue verlagere das Problem nur

Der Situation um den gesteigerten Lärmpegel, Müll und Vandalismus in der Wilhelminenaue ist natürlich nicht zu tolerieren, schreibt Zippel. Der Ruf nach mehr Polizei und höherer Sicherheitspräsenz werde nach seinen Angaben die bestehenden Probleme jedoch nicht lösen, sondern gegebenenfalls nur verlagern. Es sei zudem ausdrücklich festzuhalten, dass die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen friedlich sei und sich gesetzes- und gesellschaftskonform verhalte.

Um nicht die Symptome zu bekämpfen, sondern echten und nachhaltigen Mehrwert zu schaffen, ist eine pädagogische Intervention notwendig, wie sie in einem Streetworker-Programm zu finden ist, teilt der zweite Bürgermeister mit.

„Dadurch erhalten Jugendliche eine Anlaufstelle, werden betreut und Ihnen wird nicht durch Kriminalisierung, sondern pädagogischer Arbeit geholfen. Angesichts der Stadtgröße schlagen wir zwei Stellen vor, die selbstverständlich an bestehende Strukturen wie den Stadtjugendring oder die Schokofabrik angedockt werden können“, erläutert Zippel seinen Antrag.

Veranstaltungen für junge Menschen in Bayreuth

Festzuhalten ist auch, dass das Sportangebot zur Zeit eingeschränkt ist, Diskotheken geschlossen, Bars eingeschränkt besuchbar und viele Veranstaltungen für alle Altersklassen weggefallen sind. Das hervorragende Alternativprogramm um den „Sommer of Love“ hat jedoch eine andere Ausrichtung und kann Veranstaltungen wie das Bürgerfest, das Volksfest oder das Weinfest nicht ersetzen, erklärt Zippel.

Daher müsse die Stadt zusätzlich ein Alternativprogramm speziell für Jugendliche und junge Erwachsene forcieren, um deren angestauter Energie und dem Wunsch nach Aktivität auch einen sicheren Raum zu geben, erklärt Zippel.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion