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Wettkampf

„Schlag den Zippel“: So hat sich Bayreuths zweiter Bürgermeister im Wettkampf mit vier Neu-Bayreuthern geschlagen

Am Donnerstag (10.9.2020) hat Andreas Zippel, 2. Bürgermeister von Bayreuth, sein Versprechen eingelöst und ist ihm Rahmen von „Schlag den Zippel“ in Wettkämpfen gegen vier Neubürger der Stadt angetreten. 

„Schlag den Zippel“: Am Donnerstag (10.9.2020) hat Andreas Zippel, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bayreuth, sein Versprechen eingelöst und ist im Rahmen einer Veranstaltung des Stadtmarketings gegen gleich vier Neu-Bürger im Wettkampf über fünf Disziplinen angetreten. Wer den Bürgermeister schlagen wollte, musste Neubürger in der Stadt sein und sich vorher für dieses besondere Battle angemeldet haben.

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„Schlag den Zippel“: Bayreuths 2. Bürgermeister gibt sich kämpferisch

„Ich habe gesagt, ich möchte nicht wissen, welche Spiele es sind, ich möchte nicht wissen, in welche Richtung die Fragen gehen. Ich möchte hierher kommen und genauso bescheuert drein kucken wie alle anderen auch“, erklärt Andreas Zippel wenige Minuten vor dem Start von „Schlag den Zippel“. Bayreuths Zweiter Bürgermeister gibt sich kämpferisch, räumt aber ein, dass auch er vor rund acht Jahren selbst Neubürger war: „Die ganzen kleinen Feinheiten kenne ich auch nicht.“

Vier furchtlose Neubayreuther als Kontrahenten

„Dabei sein ist alles“, ist das Motto der vier wackeren Kämpfer, die den Zippel im Spiel schlagen wollen. Spaß, Freude, ein gesunder Sportsgeist und eine besondere Gelegenheit, die Leute in der neuen Heimat auf unterhaltsame Art und Weise kennenzulernen: Das seien die Gründe, warum sie bei „Schlag den Zippel“ mitmachen. Wegen der bekannten Corona-Maßnahmen, war die Veranstaltung auf nur 15 Zuschauer begrenzt. Das galt im Gelände der Wilhelminenaue natürlich nicht. So hatten ein paar Dutzend Zuschauer Spaß an dieser Form von „Spiel ohne Grenzen“.

Fünf Battles für Herausforderer und Bürgermeister

Es wurden fünf Runden gespielt: Für die erste gibt es einen, für die zweite zwei Punkte und so weiter. Insgesamt waren im Wettkampf also 15 Punkte zu vergeben. Zippel hatte einen Joker, weil er sich zuvor am Knie verletzt hatte. Wo er ihn einsetzen wollte, blieb aber ihm überlassen. In Runde 1 ging es darum, mit einem Tretvorgang so lange wie möglich auf der Dirt-Bike-Bahn in der Wilhelminenaue auf dem Fahrrad zu bleiben. Es ging also auf Länge. Diese Rund ging mit deutlichem Vorsprung an die Herausforderer.

Das zweite Battle fand auf dem Basketballplatz in der Wilhelminenaue statt. Eine Kombination von verschiedenen Geschicklichkeitsübungen: einen Achter mit dem Fahrrad fahren, Football auf Basketball balancieren, Eine liegende Flasche mit den Füßen wieder aufstellen und schließlich mit dem Basketball einen Freiwurf im Netz versenken. Auch hier gewinnen die Neubayreuther mit deutlichem Vorsprung.

Mit 3 zu 0 sollte Runde drei eigentlich kein Problem für sie sein, doch es kam für die Herausforderer anders. Wissen war gefragt und natürlich gab es Fragen zu Oberfranken im Allgemeinen und Bayreuth im Speziellen. Diese Runde ging an das Team Zippel. Hier hatte der Zweite Bürgermeister seinen Joker spielen lassen.

Das vierte Battle nannte sich „Sinneserfahrung im Sand“. Beide Teams mussten zu zweit antreten: Je ein Spieler bekam die Augen verbunden. Der jeweils andere musste seinen Teampartner mit Kommandos zu Dingen lotsen, die im Sand des Beach-Volleyplatzes in der Wilhelminenaue lagen. Problem: Die Richtungsangaben rechts und links waren tabu. Bei diesem Spiel musste wegen Unregelmäßigkeiten eine Schiedsrichterentscheidung her. Am Ende gewannen die Herausforderer.

Um Musik ging es in der letzten Runde. Es galt, Lieder zu erkennen, die zum einen gesummt wurden und zum anderen am Deutschen Text von Liedern in englischer Sprache. Haushoch gewinnen die Herausforderer auch dieses Battle gegen das Team Zippel.

„Schlag den Zippel“: Ruhm und Ehre für das Team der Neu-Bayreuther

Am Ende der kurzweiligen Veranstaltung gewinnen die vier Neu-Bayreuther mit 12 zu 3 Punkten. Es sei eine tolle Sache gewesen, hieß es auf der Seite der Sieger: Ruhm und Ehre für sie. Der Verlierer nahm es gelassen und spendete am Ende dem Förderverein Wilhelminenaue am Ende auch noch 100 Euro.

Bayreuther Tagblatt - Frederik Eichstädt

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß