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Schule

Schulleiterin aus Bayreuth über Ende der Maskenpflicht: „Wenn man im Restaurant keine Maske tragen muss, dann bitte auch nicht im Unterricht“

Das bayerische Kabinett hat das Ende der Maskenpflicht am Platz an Bayerns Schulen beschlossen. Das sagen Bayreuther Schulleiter dazu.

Ab Montag (4. Oktober 2021) entfällt an Schulen in Bayern die Maskenpflicht im Unterricht. Schüler müssen dann am Platz keine Maske mehr planen.

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Wie wurde diese Entscheidung an Bayreuther Schulen aufgenommen? Wie ist das Stimmungsbild? Das bt hat sich erkundigt.

Ende der Maskenpflicht im Unterricht auch in Bayreuth

Das bayerische Kabinett hat nach der Kabinettssitzung vom 30. September neue Lockerungen in Bayern verkündet. Die Maskenpflicht im Unterricht fällt weg. Hier gibt es alle neuen Beschlüsse im Detail.

„Auch ohne Maske muss man weiter vorsichtig sein“, sagt Schulleiter Franz Eisentraut vom Gymnasium Christian Ernestinum in Bayreuth dem bt. „Er verweist auf eine moderne Lüftungsanlage im Neubau des GCE. Sie könne zur Entspannung der Lage beitragen. „Im Unterricht moderner Fremdsprachen gelingt die Aussprache ohne Maske natürlich einfacher. Letztendlich müssen wir auf die Experten vertrauen“, sagt Eisentraut weiter.

Ähnlich sieht es auch Ursula Graf. Sie leitet das Richard-Wagner-Gymnasium in Bayreuth. „Wer will, der darf natürlich weiterhin Masken tragen. Das gilt für Schüler und Lehrer“, sagt sie auf bt-Anfrage. Man werde sich am RWG die Richtlinie genau anschauen und dann umsetzen. Allein: „Schriftlich haben wir noch nichts bekommen. Ich hoffe, das passiert zeitnah“, ergänzt sie.

„Wenn man im Restaurant keine Maske tragen muss, dann bitte auch nicht in der Schule“

An der Johannes-Kepler-Realschule blickt man dem Ende der Maskenpflicht im Unterricht entgegen. Schulleiter Rudi Stopfer spricht von einem „Hemmnis“, das wegfällt. „Schüler und Lehrer waren bisher sehr hart im Nehmen. Jetzt kommt man ihnen ein Stück entgegen.“ Gesundheitliche Bedenken hat Stopfer keine, zumal engmaschig getestet würde. „In diesem Schuljahr laufen die Tests reibungslos. Bisher hatten wir noch keine einzige Infektion an unserer Realschule.“

Auch Daniela Dietel, Rektorin an der Luitpoldschule ist froh, dass die Maskenpflicht im Unterricht wegfällt. „Ich habe schon viele Rückmeldungen von Eltern erhalten. Die sind überwiegend froh über das Ende der Maskenpflicht. Außerdem sieht Dietel hier nun wieder mehr Verhältnismäßigkeit gegeben: „Wenn man im Restaurant keine Maske tragen muss, dann bitte auch nicht in der Schule.“ Getestet würden die Schüler an der Luitpoldschule ohnehin regelmäßig.

Lehrerverband befürwortet Maskenpflicht im Unterricht

Allerdings gibt es unter den Pädagogen auch kritische Stimmen. Der Deutsche Lehrerverband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sehen diese Lockerungen äußerst kritisch und lehnen sie ab. Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Der Verzicht auf Testungen und die zu frühe Abschaffung der Maskenpflicht sowie die zu starke Reduzierung von Quarantänemaßnahmen erhöht die Gefahr, dass die Schule zur Black Box wird, was eine Kontrolle von Infektionen nicht mehr zulässt.“

Nicht nur Schulen betrifft die neuen Corona-Lockerungen in Bayern. Auch und vor allem Clubs und Diskotheken sind betroffen. Sie dürfen wieder öffnen. Ein Bayreuther Diskobetreiber schilderte dem bt, wieso er die aktuelle Öffnungsstrategie unfair findet.