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Veranstaltung

Seebühne in Bayreuth: Michael Mittermeier erzählt von der Corona-Krise, Darth Vader und Söder

Michael Mittermeier spielte am Donnerstagabend (20. August 2020) auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. In seinem Auftritt erzählte der Comedian über sein Leben während der Corona-Krise.

„Das ist also eine Seebühne“, deutet Michael Mittermeier achselzuckend auf die Bühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Auf einer solchen außergewöhnlichen Plattform habe der Comedian bisher noch nicht gespielt. Am Ende spricht Mittermeier sogar von der weltberühmten Seebühne in Bayreuth.

Auch interessant: Diese Veranstaltungen finden in dieser Woche bei Bayreuth Summertime auf der Seebühne statt.

Kein Programm von Michael Mittermeier in Bayreuth

Michael Mittermeier beginnt seinen Auftritt: „Ich habe kein Programm.“ Vielmehr ging es an diesem Donnerstagabend auf der Seebühne um das Leben während der Corona-Krise. Wie er den Lockdown erlebt hat, was er von Verschwörungstheoretikern hält, wie er als Lehrer seiner Tochter Mathe beigebracht hat oder wie Virologe Christian Drosten in einem Rap-Battle bestehen würde – diese und viele andere Themen standen an diesem Abend im Mittelpunkt.

Michael Mittermeier über die Corona-Krise

“Söder besteht zu 100 Prozent aus Hoden”, referiert der Comedian über den Bayerischen Ministerpräsidenten. Lockdown, Maskenpflicht, der starke Mann aus Bayern wird häufiger als Superheld oder König betitelt.

Mittermeiers Nicht-Programm erzählt die Geschichte der Corona-Krise. Klopapier- und Hefe-Mangel, mit Schutzmasken einkaufen, Verschwörungstheoretiker oder der Lockdown: Es war hart für die Familien, erzählt Mittermeier – vor allem für den Comedian selbst und dessen Ehefrau. „Noch einen Witz und ich bring dich um“, habe Mittermeiers Frau nach einiger Zeit im Lockdown auf ihn reagiert.

  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Sein Thema: die Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Sein Thema: die Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Das Publikum lauscht dem Nicht-Programm von Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann

    Die Stadt Bayreuth wertet das Festival "Bayreuth Summertime" 2020 als Erfolg. Deshalb soll es in Zukunft fortgesetzt werden. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Sein Thema: die Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Sein Thema: die Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Lachen über die Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Ausverkauft: Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Das Publikum bei Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Thema: Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Thema: Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Thema: Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann
  • Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Thema: Corona-Krise. Foto: Christoph Wiedemann

    Michael Mittermeier auf der Seebühne in der Wilhelminenaue in Bayreuth. Foto: Christoph Wiedemann

Michael Mittermeier: Saufen in der Corona-Krise

Einen Vorteil habe der Lockdown aber auch gehabt: Alkohol. Ab 12:40 Uhr den ersten Wein oder das erste Bier – während des Lockdowns völlig egal. Auf die Frage, wer in der Krise auch so viel getrunken habe, erntete Mittermeier zustimmenden Applaus.

Humoristisch kritisierte der Comedian die teils wirren Corona-Regeln um Schulschließungen oder Öffnung von Bordellen sowie die Corona-Ängste der Menschen, die er in einer WhatsApp-Gruppe für Eltern während der Schulschließungen erlebt habe: “Ist es möglich sich per Facetime mit einem Chinesen mit dem Coronavirus zu infizieren?”

Darth Vader in der Corona-Risikogruppe

Mit seiner Tochter schaute Mittermeier sogar die Star-Wars-Saga. Seine Tochter entgegnete beim ersten Anblick von Darth Vader: “Der hört sich aber gar nicht gut an.” Der Mann müsse sicherlich zur Corona-Risikogruppe gehören – ebenso wie Mittermeier, wie seine Tochter ihm zu verstehen gab. Er gehe ja schließlich auf die 60 zu.

Das Publikum bei der ausverkauften Veranstaltung auf der Seebühne bedankte sich bei dem Comedian mit teils frenetischem Lachen. Viele seiner Witze haben die Zuschauer selbst erlebt und die humoristischen Spitzen, trafen ins Schwarze. Auch in dieser Zeit müsste man lachen, sagt Mittermeier am Ende seines Auftritts – das ist ihm mit seinem Nicht-Programm über die Corona-Krise eindrucksvoll gelungen.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann