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Stadtwerke Bayreuth wollen in Innenstadt neu bauen – das ist geplant

Die Stadtwerke Bayreuth wollen ihre Kompetenzen bündeln. Ein neues Verwaltungsgebäude soll in zentraler Lage gebaut werden.

Die Stadtwerke Bayreuth wollen sich strategisch neu aufstellen. Und dafür wollen sie in Bayreuth neu bauen. Der Bauausschuss des Bayreuther Stadtrats tagte am Dienstag (8. Juni) zu diesem Projekt. Seit letztem Jahr können Senioren einen Gutschein für ein Jahresticket der Bayreuther Stadtwerke erhalten.

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Stadtwerke Bayreuth – so sollen die Unternehmensbereiche in der Innenstadt gebündelt werden

Die Stadtwerke Bayreuth wollen ihre Kompetenzen bündeln. Das soll auch im Bayreuther Stadtbild sichtbar werden. In der Eduard-Bayerlein-Straße, wo aktuell die Bayreuther Verkehrsbetriebe ihren Sitz haben, soll ein neues Verwaltungsgebäude der Stadtwerke gebaut werden, wie die Leitende Baudirektorin Urte Kelm dem Bauausschuss berichtete.

Weiter schilderte Kelm, auch der Betriebshof mit Werkstatt- und Lagerflächen solle an der Eduard-Bayerlein-Straße angesiedelt werden. Der bereits vorhandene Busbetriebshof soll nicht abgerissen, sondern in das Areal integriert werden. Die Stadtwerke planen einen architektonischen Realisierungswettbewerb.

Stadtwerke Bayreuth in der Innenstadt: „ein vernünftiges Gesamtprojekt“

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Stefan Specht begrüßte die Planungen aus drei Gründen: Die Eduard-Bayerlein-Straße werde aufgewertet, alleine schon gestalterisch. Die Aktivitäten der Stadtwerke Bayreuth würden zudem an einem Ort zentral gebündelt. Die Neuordnung des Berliner Platzes mit einem Kreisverkehr werde den Bedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer gerecht. Specht resümiert: Das ist „ein vernünftiges Gesamtprojekt“.

Neuer Kreisverkehr in der Innenstadt von Bayreuth

Am Berliner Platz soll ein also ein Kreisverkehr entstehen. Bereits im Dezember 2018 hatte der Bauausschuss die Stadtverwaltung beauftragt, einen Plan zum Umbau des Berliner Platzes auszuarbeiten, wie Kelm eingangs berichtete.

Für die SPD kündigte der Fraktionsvorsitzende Thomas Bauske seine Zustimmung an; Dort, wo „sechs Straßen in Sternform, Fußgänger und Radfahrer aufeinandertreffen“, wie er sagte. Klaus Wührl-Struller betonte, das Anliegen müsse eine tatsächliche „Verbesserung statt nur Veränderung“ sein. Christian Schuh vom Jungen Bayreuth zufolge müssen die Belange der Radfahrer am Berliner Platz noch stärker berücksichtigt werden. Auch an einer Hauptverkehrsachse in Bayreuth soll ein Kreisverkehr entstehen.

Zwei Stadträte widersprechen sich mehrfach

Ein Schlagabtausch entwickelte sich zwischen der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Sabine Steininger sowie Halil Tasdelen (SPD). Steininger sagte: „Beim Neubau der Stadtwerke Bayreuth erfolgt der zweite Schritt vor dem ersten. Nach dem Grundsatzbeschluss vor zwei Jahren sind konkrete Zahlen zum Projekt von Geschäftsführer Jürgen Bayer angefordert worden.“ Diese sei er bis heute schuldig geblieben. Darauf Tasdelen in Richtung Steininger: Bayer habe diese Zahlen sehr wohl geliefert. Der erste Schritt sei also erfolgt. Das verneinte Steininger kurz darauf.

Für die BG sprang Georg Kämpf Steininger zur Seite. Er befürworte zwar die Nachverdichtung in der Eduard-Bayerlein-Straße, jedoch seien auch ihm die aktuell vorhandenen Zahlen zu dürftig. Steininger stellte die Zustimmung der Grünen im nächsten Bauausschuss in Aussicht, sollte Bayer mit Zahlen zu Neubau und Umgestaltung des Areals bei der Aufsichtsratssitzung der Stadtwerke am 24. Juni noch nachbessern.

Ein andere Großbaustelle in spe sorgte im Februar für große Diskussionen im Bauausschuss.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit