Nachrichten aus Bayreuth

Trotz Verluste durch Corona: Stadtbusverkehr in Bayreuth wird weiter ausgebaut

Bei gleichbleibenden Kosten mussten die Stadtwerke Bayreuth wegen des Coronavirus Einnahmeverluste von 80 Prozent beim Stadtbusverkehr hinnehmen. Dennoch werden ab Montag (15.6.2020) noch mehr Fahrten angeboten. Der Infektionsschutz stehe dabei an erster Stelle.

Wegen der Corona-Pandemie hat es seit März Einschränkungen im Fahrplan des Bayreuther Stadtbusverkehrs gegeben. Seit etwa sechs Wochen aber bieten die Stadtwerke Bayreuth wieder fast alle Fahrten an – ab dem 15. Juni fährt der Stadtbusverkehr auch wieder alle Fahrten im Nachtverkehr. Wegen des Coronavirus haben die Bayreuther Stadtwerke die Busse umgerüstet. So sehen diese jetzt aus.

Bayreuther Stadtbusverkehr in Zeiten von Corona 

Kaum Fahrgäste, mit Flatterband abgesperrte Bereiche und Maskenpflicht – auch im Stadtbusverkehr ist in Zeiten von Corona vieles anders: auch was den Fahrbahn anbelangt. In den vergangenen Wochen mussten die Bayreuther auf die letzten Fahrten im Nachtverkehr verzichten. Diese Zeiten sind ab Montag (15.6.2020) vorbei, denn dann bieten die Stadtwerke Bayreuth wieder den regulären Fahrplan an. „Uns war es in den vergangenen Monaten trotz der wirtschaftlichen Herausforderung immer wichtig, so viele Busse wie möglich auf die Straße zu schicken, damit unsere Fahrgäste möglichst Abstand halten können“, erklärt Jürgen Bayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth.

Lediglich auf die letzten Fahrten im Nachtverkehr habe man verzichtet, weil es schlicht keine Nachfrage gegeben habe. „Ab dem 15. Juni dürfen aber auch wieder Theater und Kinos öffnen. Deswegen ergibt es jetzt durchaus Sinn, auch die Nachtfahrten wieder anzubieten“, sagt Bayer.

Wirtschaftlich wohl eher nicht sinnvoll

Ob die Entscheidung ebenso sinnvoll für die Bilanz der Stadtwerke ist, stellt Bayer jedoch infrage: „Nein, aus rein wirtschaftlichen Erwägungen heraus dürften wir unseren Normalfahrplan nicht anbieten“, sagt Jürgen Bayer. „Wir haben Einnahmeverluste von bis zu 80 Prozent und das bei fast gleichbleibenden Kosten. Aber es geht jetzt in erster Linie um den Infektionsschutz.“ Ihm sei wichtig, dass auch die Politik wahrnimmt, dass der öffentliche Nahverkehr in Bayreuth, Oberfranken, Bayern und ganz Deutschland zum Wohle aller massiv in Vorleistung gegangen ist.

Deswegen begrüße er die angekündigte Unterstützung des Bundes in Form eines ÖPNV-Rettungsschirms und er hoffe, dass sich auch die Länder daran beteiligen. „Nicht erst seit Corona ist klar, dass der ÖPNV unverzichtbar ist. Gerade deshalb sollten die politischen Entscheidungsträger alles daran setzen, die Verkehrsunternehmen in dieser schwierigen Zeit zu stärken.“ Auch bei Autofahrten gibt es Einschränkungen. Hier gibt’s einen Überblick darüber, was erlaubt ist und was nicht.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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