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Corona-Virus

Umstrittene 3G-Regel auch in Arztpraxen? Arzt aus Bayreuth hat klare Meinung zu „irgendwelchen G-Regeln“

Die 3G-Regeln sind umstritten. Nun erreicht die Diskussion die Arztpraxen in Bayern. Ein Mediziner aus Bayreuth hat dazu eine klare Meinung.

In vielen bayerischen Kommunen gilt seit Längerem die 3G-Regel. Nun erreicht das umstrittene Thema auch die Arztpraxen in Bayern.

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Ein Arzt aus Bayreuth hat eine klare Meinung zu diesem heißen Eisen. Die hat er dem bt mitgeteilt.

3G-Regel in Arztpraxen auch in Bayreuth?

Die 3G-Regel gilt in Bayreuth bereits seit Längerem in Innenräumen. Die Inzidenz liegt in Bayreuth aktuell deutlich über dem strategisch wichtigen Grenzwert. Nun haben die ersten Mediziner in Bayern begonnen, die umstrittene 3G-Regel auch in ihren Praxen anzuwenden. Vor wenigen Tagen hat das bt bereits die Frage aufgeworfen: Darf der Zutritt in die Arztpraxis verweigert werden? Ein Bayreuther Arzt hat dem bt erzählt, wie er die Frage in seiner Praxis beantwortet.

Dr. Michael Geppert betreibt eine Praxis für Innere Medizin in Bayreuth. Der Internist und Gastroenterologe versorgt in seiner Praxis auch weiterhin Patienten – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Einer 3G-Regel in Artpraxen kann er nichts abgewinnen. „Wir haben einen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung, den wir uneingeschränkt erfüllen, egal ob Pandemie oder nicht.“

Arzt aus Bayreuth: „3G-Regelungen lehne ich für meine Praxis strikt ab“

„Wir tragen unsere vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) und haben ein funktionierendes Hygienekonzept in unserer Praxis.“ Er weiß aber auch, dass es in seiner fachärtztlichen Praxis weniger betriebsam zugeht als in einer Hausarztpraxis. Die Gesamtpatientenzahl bei Geppert sei nicht ganz so hoch.

Geppert blickt auf die vergangenen einundeinhalb Jahre der Corona-Pandemie in seiner Bayreuther Praxis zurück: „Mein Team und ich sind mit einem vernünftigen Normalmaß an Achtsamkeit und Vorsicht bisher gut durch die Pandemie gekommen.“ Im Bedarfsfall könnten sich erkrankte Patienten jederzeit in seiner Praxis testen lassen, um vor der Behandlung auszuschließen, dass sie corona-positiv sind. Mit Blick auf die nahe Zukunft wird Geppert deutlich: „Irgendwelche G-Regelungen lehne ich für meine Praxis strikt ab.“

Gleichwohl respektiere er aber Kollegen, die das anders sehen und die 3G-Regel anwenden möchten. In Bayreuth schließen ab dem 11. Oktober einige Testzentren. Dann werden Corona-Tests nicht mehr kostenlos sein.