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Verkaufsoffener Sonntag in Bayreuth: Stadtrat beschließt uneinstimmig

Der Bayreuther Stadtrat beschäftigte sich mit der Frage eines verkaufsoffenen Sonntags am 8. November 2020 während des Martinimarktes. Nicht alle Stadträte stimmten für den verkaufsoffenen Sonntag.

In der Bayreuther Innenstadt soll am Martinimarkt am 8. November 2020 wieder ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden. Der Stadtrat hat am Mittwoch (22. Juli 2020) darüber entschieden. Wegen der Corona-Krise forderte eine Fraktion des Stadtrates zusätzliche verkaufsoffene Sonntage in Bayreuth einzuführen.

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Verkaufsoffener Sonntag in Bayreuth

Am 24. Juni 2020 hat der Ältestenausschuss des Bayreuther Stadtrates beschlossen, dass am Martinimarkt ein verkaufsoffener Sonntag stattfinden soll. In der Rechtsverordnung steht, dass Läden in der Innenstadt an diesem Tag zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet werden dürfen, teilt Ulrich Pfeifer von der Bayreuther Stadtverwaltung mit. Im Bayreuther Stadtrat waren sich darüber nicht alle Mitglieder einig.

Viele Verbände haben sich nach Pfeifers Angaben positiv zu einem verkaufsoffenen Sonntag geäußert. Er fügt allerdings mit an, dass ver.di Einwände erhebt. Das liege auch an den Einschränkungen beim Einkaufen – Stichwort Mund- und Nasenschutz. Sie stellen weiter  heraus, dass der Sonntag ein Ruhetag sein sollte, weshalb sie einen verkaufsoffenen Sonntag ablehnen. Wirtschaftliche Interessen sollen nicht höher bewertet werden, als das menschliche Wohl, liest Pfeifer eine Stellungnahme von ver.di vor.

Stadtrat uneinig über verkaufsoffenen Sonntag

Thomas Bauske (SPD) erklärt, dass seine Fraktion sich nicht einig ist. Es gebe Mitglieder, die die Argumente von ver.di teilen. Allerdings gebe es auch Mitglieder, die an dem verkaufsoffenen Sonntag festhalten. Er fügt noch zu verkaufsoffenen Sonntagen hinzu: „Was ist besser als einer? Keiner.“

Stephan Müller (BG), Stefan Specht (CSU) und Thomas Hacker (FDP) sprechen sich dahingegen für einen verkaufsoffenen Sonntag aus. Müller sagt, der Einzelhandel sei geschwächt und könne damit gestärkt werden.

Hacker fügt an: „Verkaufsoffene Sonntage beschäftigen uns auch in normalen Jahren.“ Es solle an geltendem Recht, vier verkaufsoffene Sonntage zu ermöglichen, festgehalten werden. Damit könnten Branchen gefördert werden, die es in der Corona-Krise besonders schwer hatten. „Damit wir eine lebenswerte Einkaufsstadt in Bayreuth haben„, fügt Hacker noch hinzu.

Entscheidung in Bayreuth

In der anschließenden Abstimmung, einen verkaufsoffenen Sonntag am 8. November zu erlauben, stimmten 14 Mitglieder des Stadtrates dagegen. Die Mehrheit stimmte allerdings für den verkaufsoffenen Sonntag.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann