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Randale

Ständiger Vandalismus durch „Chaoten“: Jetzt handelt Gemeinde im Kreis Bayreuth

Vandalismus ist ein wiederkehrendes Problem in Bad Berneck. Jetzt zieht die Gemeinde Konsequenzen und handelt.

Sinnlose Zerstörungswut tritt in Bad Berneck in letzter Zeit oft auf. Die Gemeinde am Rande des Fichtelgebirges zieht jetzt Konsequenzen.

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Besonders betroffen ist der Kurpark. „Der Gemeinde reicht es.“

Vandalismus in Bad Berneck

Müll schwimmt im frisch renovierten Kneipp-Becken im Kurpark von Bad Berneck. Und das wiederholt sich seit einiger Zeit immer wieder. „Der Gemeinde reicht es“, wie Kämmerer Christopher Buß dem bt berichtet.

Der Vandalismus durch „einige Chaoten“ hat in den letzten Wochen stark zugenommen, gibt Buß Auskunft. „Wir haben seit eh und je Probleme. Aber so häufig wie in den vergangenen Wochen gab es das in Bad Berneck bisher noch nicht.“ Bad Berneck ergreift nun Maßnahmen, um dem Treiben Einhalt zu gebieten. Das hat der Gemeinderat am 8. Juli einstimmig beschlossen.

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Zerstörungswut in Bad Berneck – das ist passiert

Innerhalb von gut vier Wochen gab es mehrere Fälle von Vandalismus in Bad Berneck. Im Dendrologischen Garten wurde eine Hinweistafel mutwillig abgerissen, in den Arkaden in der Oberen Stadt wurden Türen öffentlicher Toiletten beschmiert und Blumenkästen gleich daneben umgekippt. Auf dem Skaterplatz neben dem Sportgelände unterhalb der B303 liegen regelmäßig Scherben. An gefahrloses Skaten sei Buß zufolge nicht zu denken.

An der Neuen Kolonnade, das hölzerne Konstrukt am Fels zwischen Park und Burgruine wurde gerade renoviert, wurde gezündelt. Und natürlich das Kneippbecken im Kurpark: Frisch renoviert vor wenigen Wochen, wurden Chipstüten und Einkaufstrolleys darin versenkt.

Auch privates Eigentum war zuletzt nicht sicher: Gartenstühle und Blumenkästen wurden in der Oberen Stadt in die Ölschnitz geworfen.

Auch in einer anderen Gemeinde im Kreis Bayreuth gab es Mitte Juli einen Fall von Graffiti-Schmierereien.

Diese beiden Maßnahmen greifen jetzt in Bad Berneck

„Ab August wird ein privater Sicherheitsdienst verstärkt Präsenz in Bad Berneck zeigen“, sagt Florian Fraaß vom Tourismusbüro über das weitere Vorgehen in der Kurstadt. Er hat die Schäden der vergangenen Wochen mit der Kamera festgehalten. Durch die Überwachung entstünden zwar monatliche Kosten von rund 3.000 Euro, doch die lägen mittlerweile unter den Kosten, die der Vandalismus verursache, rechnet Kämmerer Buß vor. „Erst mal bis Oktober, danach sehen wir weiter.“

Die zweite Neuerung ist ein Alkoholverbot an den neuralgischen Orten in Bad Berneck: „Skaterplatz, Dendrologischer Garten, Busbahnhof und Kurpark“, zählt Buß auf. Die beiden Kioske im Kurpark seien davon aufgrund ihrer Schanklizenz ausgenommen. „Das eröffnet der Polizei oder eben dem Sicherheitsdienst die Möglichkeit, im Fall der Fälle Platzverweise auszusprechen.“

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit