Badeunfall

Mann aus Fichtelsee gerettet: Rettungshubschrauber eingesetzt – Schwimmer hat doppeltes Glück

Im Kreis Bayreuth musste ein Mann aus dem Fichtelsee gerettet werden. Er drohte zu ertrinken. Der Mann habe doppeltes Glück gehabt.

Ein Schwimmer wäre am Sonntag (9. August 2020) im Fichtelsee beinahe ertrunken. Er hatte Glück, dass zwei Badegäste auf ihn aufmerksam wurden und er keine 15 Minuten später schwimmen gegangen ist. Vor wenigen Wochen ist ein Vater mit seiner Tochter im Trebgaster Badesee ertrunken.

Fichtelsee: Mann droht zu ertrinken

Der junge Mann war ursprünglich von der Neubauer Seite aus zum Schwimmen gestartet. Als er bereits erste Erschöpfungserscheinungen bei sich wahrgenommen hatte, versuchte er wieder das seichte Ufer zu erreichen, teilt das Bayreuther BRK mit.

Der Mann unterschätzte die Wassertiefe am Uferbereich des Fichtelsees und befand sich immer noch in recht tiefem Gewässer, als er aufgrund seiner Muskelermüdung bereits am Ende seiner Kräfte angelangt war.

Das BRK berichtet weiter: Gerade rechtzeitig konnte er zwei weitere Besucher des Fichtelsees auf sich aufmerksam machen, von denen einer beherzt zu ihm ins Wasser sprang und mit dessen Hilfe er sich über Wasser halten konnte.

Rettungsschwimmer rettet Helfer und Ertrinkenden im Fichtelsee

Dem anderen Badegast gelang es währenddessen die Wasserwachtstation am Fichtelsee zu erreichen und die Wasserretter zu alarmieren. Sofort schwamm ein ausgebildeter Rettungsschwimmer der wachhabenden Mannschaft der Wasserwacht Ortsgruppe Bayreuth zu dem Hilfesuchendem im Wasser. Der Retter konnte den Mann und dessen Helfer ans Ufer bringen.

Zur Abklärung der Vitalfunktionen des ansprechbaren Schwimmers und seines engagierten Helfers, wurde mit dem Rettungshubschrauber C-20 ein Notarzt zugebracht. Der Gerettete wurde zur weiteren medizinischen Überwachung und Behandlung mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert, teilt das BRK weiter mit.

Fichtelsee: Mann hat doppeltes Glück

Besonderes Glück hatte der in notgeratene Schwimmer, nicht nur wegen der zwei engagierten Passanten, die zur Hilfe eilten, sondern auch dass die Mitglieder der Wasserwacht noch am Fichtelsee zugegen waren: „Offizieller Dienstschluss unserer Wache am Fichtelsee ist 18:00 Uhr. Die Alarmierung unserer Mitglieder am Fichtelsee erfolgte am Sonntag um 18:01. Wäre der Schwimmer eine Viertelstunde später in Not geraten, wären die wachhabenden, ehrenamtlichen Rettungsschwimmer wahrscheinlich bereits abgerückt gewesen“, sagt Hans Joachim Seibel, Vorsitzender der Kreiswasserwacht Bayreuth.

Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig die Anwesenheit von ausgebildeten Rettungsschwimmern an hochfrequentierten Gewässern ist, teilt das BRK mit. Im Ernstfall würden im Wasser nur wenige Augenblicke über die erfolgreiche Rettung einer Person aus dem Wasser entscheiden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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