Zuletzt aktualisiert am

Coronavirus

Nächste Panne bei Corona-Zahlen: Inzidenz in fränkischer Großstadt völlig falsch

In Nürnberg hat es eine Datenpanne bei den Corona-Zahlen gegeben. Das LGL in Bayern hat Corona-Infektionen doppelt gezählt. Deshalb wurde die Inzidenz deutlich über 200 angegeben.

Fehler bei Corona-Zahlen in Nürnberg: Die aktuell vom Robert-Koch-Institut (RKI) für die Stadt Nürnberg ausgewiesene Inzidenz von 222,2 Fällen je 100 000 Einwohner und sieben Tage (Stand: 10. Mai 2021) ist nach Ansicht des Gesundheitsamts der Stadt Nürnberg zu hoch. Die betroffenen Meldungen werden in den kommenden Tagen korrigiert. Dadurch wird die Inzidenz in Nürnberg voraussichtlich deutlich unter 200 sinken. Das teilt die Stadt Nürnberg am heutigen Dienstag (10. Mai 2021) mit

Anzeige
AD easyApotheke Bayreuth

Nürnberg: Alte Infektionen doppelt gezählt

Das Gesundheitsamt arbeitet kontinuierlich in Zusammenarbeit mit dem RKI und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an der Verbesserung der Qualität in den Corona-Meldezahlen, heißt es in der Mitteilung weiter. In Zusammenhang mit den regelmäßig stattfindenden Plausibilitätsprüfungen durch das Gesundheitsamt wurde heute ein Fehler behoben, der in der ersten Maiwoche für fälschlich hohe Corona-Inzidenzzahlen in Nürnberg gesorgt hatte.

Zusätzlich zu den täglichen Meldungen neuer Infektionen werden dem Landesamt täglich zahlreiche Änderungsmeldungen zu Altfällen übermittelt – zum Beispiel neue Erkenntnisse über vorliegende Mutationen bei den betroffenen Patienten. Seit Ende April wurden derartige Änderungsmeldungen nach einer Umstellung des Meldeprozesses fälschlicherweise erneut als Erstinfektionen gezählt. Dies resultierte in zu hohen gemeldeten Corona-Inzidenzwerten für die Stadt Nürnberg. Letztlich wurden bereits bekannte Fälle erneut durch das LGL als Erstinfektionen gezählt.

Falsche Werte in Nürnberg: Grenzwerte betroffen?

Die Fallarbeit im Gesundheitsamt, also die Kontaktierung von Infizierten und die Ermittlung von Kontaktpersonen, war von der fehlerhaften Meldestatistik nicht betroffen. Die aktuell geltenden Grenzwerte in der Inzidenz von 165 für Lockerungen der Einschränkungen wären nach aktuellen Erkenntnissen bisher noch nicht unterschritten worden. Das Gesundheitsamt prüft mit Hochdruck die Meldungen der vergangenen Tage in Zusammenarbeit mit dem LGL, um die amtliche Statistik der Sieben-Tage-Inzidenz zu validieren, teilt die Stadt Nürnberg weiter mit.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion