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Coronavirus

Nächstes Impfzentrum in Bayreuth startklar: „Ohne Impfstoff kein Termin“

Nachdem das Not-Impfzentrum am Bayreuther Stadtbad zuerst fertig war, sind nun auch die regulären Impfzentren in Pegnitz und in Bayreuth startklar. Trotzdem fehlt immer noch ein Impfstoff. 

Am Freitag (18.12.2020) präsentierten Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und Landrat Florian Wiedemann gemeinsam das Impfzentrum für Stadt und Landkreis Bayreuth. Es wurde innerhalb von drei Wochen in der Turnhalle der Johannes-Kepler-Realschule eingerichtet.

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Neues Impfzentrum in Bayreuth

Wie auch schon im Impfzentrum bei der Sana Klinik in Pegnitz, führt auch hier ein grüner Teppich den Impfling in Richtung Eingang des Impfzentrums. Schilder weisen zusätzlich den Weg hinein. Am Eingang angekommen, müssen – natürlich – erstmal die Hände desinfiziert werden.

Dann folgt, wie auch bei den anderen beiden Impfzentren, die Anmeldung. Jedoch steht eines fest: Wer meint ohne Termin einfach im Impfzentrum auftauchen zu können und dann eine Impfung erhält, hat sich geschnitten. „Ohne Termin keine Impfung“, erklärt Landrat Florian Wiedemann.

Stationen des Impfzentrums

Nach der Anmeldung, folgt der Impfling den Pfeilen am Boden zu den Stationen Aufklärung, Anamnese, Impfung, Beobachtung und Ausgang. Mindestens 14 Mitarbeiter werden das Impfzentrum am Laufen halten. Diese setzen sich aus dem Verwaltungspersonal des Landkreises, medizinisches Personal vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK), Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) bzw. des Klinikums Bayreuth und externem Personal zusammen. Das Not-Impfzentrum in der Turnhalle beim Stadtbad Bayreuth ist schon seit über einer Woche fertig. 

Wann kommt der Impfstoff?

Die brennendste Frage ist daher, wann der Impfstoff da ist und die Impfungen beginnen können. „Wir haben da schon die unterschiedlichsten Informationen bekommen“, erzählt der Landrat. Es war sogar schon mal vom 23. Dezember die Rede. „Das ist aber offensichtlich schon wieder passé. Momentan spukt der 27.12. herum, der wohl auch so sein wird.“

Wie viel Impfstoff die Impfzentren in Bayreuth Stadt und Landkreis bekommen, ist noch unklar. „Es wird wohl eher zu wenig als zu viel sein“, sagt Wiedemann. „Das wissen wir noch nicht.“

Keine Terminvergabe ohne Impfstoff

Sowohl Landrat Florian Wiedemann als auch Pressesprecherin Karen Görner-Gütling betonen eine Sache: Es hat keinen Sinn jetzt schon bei den Behörden anzurufen und einen Termin vereinbaren zu wollen. Denn ohne den Impfstoff, werden auch keine Termine vereinbart. Zudem ist es in dem Fall auch nicht so, dass der erste der anruft auch den ersten Termin bekommt.

Denn es gibt eine Prioritätenliste vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, wer wann geimpft werden kann. „Zuerst sind wahrscheinlich die Alten- und Pflegeheime dran“, erklärt Wiedemann. Dann folgen die medizinischen Fachkräfte. Ob es wirklich so ist, weiß er nicht. Aber die Vermutung liege nahe, dass es so sein könnte.

Voraussichtliche Impfstrategie

„Die Alten- und Pflegeheime werden mit mobilen Impfteams durchgeimpft“, sagt Wiedemann. Denn die Bewohner der Einrichtungen könnten selbstverständlich nicht in die Impfzentren gebracht werden. „Da müssen wir natürlich raus.“ Bei der Gelegenheit würden die Kranken- und Altenpfleger gleich mit geimpft werden. Dann müsse man sehen, ob genug Impfdosen für das komplette Klinikpersonal da sei.

„Sobald wir wissen, wie viel Impfstoff wir zur Verfügung haben, gehen wir an die Öffentlichkeit“, sagt der Landrat. Erst dann werde bekannt gegeben, unter welcher Nummer Termine vereinbart werden können. „Man braucht einen Termin. Die Vergabe erfolgt über eine Hotline.“

Schwierigkeiten in den Impfzentren

„Wir haben in Stadt und Landkreis Bayreuth ungefähr 180.000 Einwohner“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger. Dementsprechend werde es eine Weile dauern, bis jeder eine Impfung erhält. „Wir können nicht den Schalter umklappen und in einem Monat ist das Problem gelöst. Es wird sich noch lange hinziehen.“ Deswegen müsse noch lange darauf gebaut werden, dass die Bevölkerung Abstand hält, Hygienemaßnahmen berücksichtigt und im einzelnen einfach aufpasst.

Daher rechnen auch die Oberhäupter von Stadt und Landkreis Bayreuth mit anfänglichen Schwierigkeiten. Bei voller Auslastung sollen 400 Menschen am Tag in dem Impfzentrum bei der Johannes-Kepler-Realschule geimpft werden. Der Landkreis stellt sich erstmal darauf ein, die Impfzentren für ein halbes Jahr zu betreiben.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler