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Polizei

Oberfranken: Mann weiß angeblich nichts von Corona und beleidigt Polizisten als „Mongo“ und „Wichser“

Am Montagabend (21.12.2020) ist ein Mann trotz Ausgangssperre provokant an Polizisten vorbeigelaufen. Die Angelegenheit eskalierte irgendwann so sehr, dass der Mann gefesselt werden musste. 

Ein Mann hat am Montagabend (21.12.2020) kurz vor Mitternacht gegen die Ausgangssperre verstoßen. Angeblich wusste er nichts von Corona. Später beleidigte er die Polizisten. Erst kürzlich hat ein Mann Polizisten beleidigt und provoziert. Schließlich hetzte er seinen Hund auf die Beamten.

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Mann verstößt gegen Ausgangssperre

Nachdem uniformierte Beamte der Polizei Marktredwitz, am gestrigen Montag, gegen 23:30 Uhr, die Kontrolle eines Pkws in der Löhestraße bereits abgeschlossen hatten, lief ein 23-Jahre junger Mann provozierend an ihnen vorüber. Einen triftigen Grund für das Verlassen seiner Wohnung nach 21 Uhr konnte der Mann nicht nennen.

Marktredwitzer weiß nichts von Corona

Als er von den eingesetzten Polizisten hinsichtlich der Corona-Maßnahmen belehrt wurde, äußerte dieser, nichts von Corona zu wissen. Zudem sollte sich seiner Meinung nach die Streife „nicht so anstellen“, äußerte er sich weiter herablassend.

Bei der anschließenden Personenkontrolle händigte der 23-Jährige einen abgelaufenen Personalausweis aus. Zudem wirkte der junge Mann, als stünde er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol.

Mann beschimpft Polizisten

Ein Atemalkoholtest vor Ort bestätigte den Verdacht der Beamten und ergab einen Wert von 1,2 Promille. Zur Überprüfung seiner Personalien sollte der 23-Jährige zur Polizeiinspektion Marktredwitz gebracht werden. Damit war der junge Mann augenscheinlich nicht einverstanden.

Er musste schließlich zu Boden gebracht und dort gefesselt werden, da er sich weigerte in den Streifenwagen zu steigen. Aber auch auf der Fahrt zur Dienststelle gab der 23-Jahre alte Mann keine Ruhe und versuchte dort mit seinem rechten Fuß in Richtung eines der eingesetzten Beamten zu treten. Begleitet wurde dies noch von ihm mit den Kraftausdrücken „Mongo“ und „Wichser“.

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Eine bei dem 23-Jährigen angeordnete Blutentnahme im Krankenhaus Marktredwitz musste mit zwei Streifen durchgeführt werden. Nach dieser Maßnahme wurde der 23-jährige Rowdy entlassen, nicht ohne ihn nochmals eindrücklich auf die bestehenden Regelungen in Sachen der Corona-Pandemie zu belehren, woraufhin er jedoch wieder recht gleichgültig reagierte.

Aufgrund seines Verhaltens wird gegen den 23-Jährigen nun wegen eines Vergehens des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Zusätzlich muss er sich noch wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz u. a. verantworten.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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