Der Storch in seinem Horst neben der Sudpfanne

Oberkonnersreuth: Störche sind so früh wie nie zurück

Zuletzt aktualisiert am

Inhaberin der Sudpfanne Stefanie Schmitt

Stefanie Schmitt, Foto: red

Schon seit mehr als 25 Jahren kommen sie im Frühjahr zurück nach Bayreuth: die beiden Störche auf dem Schlot neben dem Restaurant “Zur Sudpfanne”. “Diesmal waren sie so bald wie noch nie da, schon Mitte Februar!”, erzählt Restaurant-Inhaberin Stefanie Schmitt. Erst habe das Männchen das Nest geputzt. Inzwischen sei auch das Weibchen da. “Man hört sie oft klappern, tagsüber aber auch nachts. Ich denke, dass es schon lange das gleiche Storchenpaar ist. Die Jungvögel kommen auch im Frühjahr zum Nest zurück. Das wird dann aber lautstark durch die Storcheltern verteidigt”, sagt die 47-Jährige. Nur in einem Jahr sei das Nest einmal ganz leer geblieben.

Die Störche fliegen regelmäßig in Richtung Hohlmühle um im Bereich der Weiher Futter zu holen. Sobald Eier im Horst sind, bleibe aber immer ein Storch dort um ihn zu bewachen. Der Lärm der nahe gelegenen  Autobahn scheine die Störche nicht zu stören. “Einmal gab es hier ein Feuerwerk im Sommer. An die Störche haben wir damals nicht gedacht. Sie sind schnell weggeflogen, aber wenige Stunden später zurück gekommen. Selbst das hat sie nicht verschreckt”, so Stefanie Schmitt. Im Moment baut das Storchenpaar weiter an seinem Horst, um ihn für die Brut vorzubereiten.

Storch auf dem Horst am Schlot bei der Sudpfanne

Foto: red

Auch auf dem Heinersreuther Rathaus sind die Störche übrigens zurück. Rund tausend Euro hat sich die Gemeinde vergangenes Jahr den Bau eines neuen Horst auf dem Rathausdach kosten lassen.

Foto: red

So fühlt sich der Storch wohl

Der Storch zieht im Jahr etwa zwei Junge groß, Eier legt er im Schnitt drei bis vier. Sein Nest, den sogenannten Horst, hat er hoch oben, meist auf Bäumen, Gebäuden oder Strommasten. Da der Nestbau jedes Jahr weiter geführt wird, kann es sogar bis zu mehrere Tonnen schwer werden. Der Storch kommt immer dahin zurück, wo er eine gute Nahrungsquelle findet. Als Fleischfresser mag der Storch zum Beispiel Mäuse, Ratten oder Frösche. Im Winter zieht er über Südspanien in Richtung West-Afrika oder auf der Ostroute über den Bosporus nach Nordafrika. Bedingt durch die Klimaerwärmung kann es jedoch vorkommen, dass der Storch nicht ganz so weit fliegt und zum Beispiel auf einer spanischen Mülldeponie überwintert. Störche, die von Menschen in Zuchtstationen großgezogen wurden, bleiben teilweise auch ganzjährig in der Heimat. Wenn die eisigen Wintertage vorbei sind, kommt zuerst das Männchen am heimischen Horst an – meist in den Märzwochen. Das Weibchen folgt dann etwas später. Ab April beginnt die Brutzeit. (Quellen: Peter Illig vom Bund Naturschutz Bayreuth // LBV)

Auf der Karte des Landesbundes für Vogelschutz können Sie sehen, wo sich aktuell Störche niedergelassen haben.