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Coronavirus

Öffentliches Leben mit Corona: Bayreuth soll Modellregion werden

Städte mit einer Inzidenz von über 100 können an einem Corona-Modellversuch teilnehmen. Bayreuth soll dabei sein, finden zwei heimische Abgeordnete. 

Nach Ostern soll in Städten mit einer Inzidenz von über 100 unter strengen Schutzmaßnahmen zwei Wochen lang getestet werden, welche Bereiche des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geöffnet werden können. „Bayreuth muss (so eine) Modellregion werden“, finden die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer und die Bundestagsabgeordnete Dr. Silke Launert. In einem Brief an Ministerpräsident Markus Söder haben sie ihrem Wunsch Nachdruck verliehen. Ein ähnliches Schreiben hat auch der Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner mit Team geschickt.

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Öffentliches Leben mit Corona: Bayreuth soll Modellregion werden

Für die Dauer von 14 Tagen werden einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens geöffnet, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung insbesondere eines konsequenten Testregimes zu untersuchen. Damit das hier stattfinden kann, muss Bayreuth zu so einer Modellregion werden. Stadt und Landkreis seien prädestiniert, so Brendel-Fischer und Launert in ihrem Schreiben an den Bayerischen Ministerpräsidenten.

„Mit Sitz der Regierung von Oberfranken und der Grenznähe zu Tschechien sind wir ideal dafür geeignet, Modellregion zu werden. In und rund um Bayreuth sind über Kommunen und Ehrenamt bereits mehrere Testzentren entstanden, die sicher auch mitwirken würden.“

(Gudrun Brendel-Fischer, Dr. Silke Launert)

„Bayreuth ist Kulturstadt“. Mit den Bayreuther Festspielen, dem Festival junger Künstler, Bayreuth Baroque aber auch mit der sehr stark ausgeprägten regionalen Kulturszene seien Stadt und Landkreis als Vorzeigeprojekt geeignet. „Allein die Absage der Bayreuther Festspiele als Besuchermagnet war für unsere Region und die Veranstaltungsbranche ein schwerer Schlag.“ Gerade die Hotels, die Gastronomie und unser Einzelhandel würden im letzten Jahr besonders schwer darunter zu leiden gehabt haben.

Corona-Modellregion Bayreuth: Hoffnung auf Perspektive

„Mit Bayreuth als Modellregion und einem guten Schutzkonzept könnte die Einkaufsstadt wieder mehr belebt werden, die vielen Unternehmer hätten eine Perspektive“, schreiben Brendel-Fischer und Launert weiter. Auch die Bedeutung eines solchen Tests für die Sportstadt Bayreuth führen sie aus:

„Mit Vereinen wie zum Beispiel medi Bayreuth, den Bayreuth Tigers, der SpVgg Oberfranken Bayreuth und HaSpo Bayreuth findet höherklassiger Leistungssport in verschiedenen Sportarten statt. Doch auch das Sportangebot der zahlreichen anderen Vereine ist nicht zu vergessen. 600 Kinder sind derzeit beim SV Bayreuth für Kinder-Schwimmkurse angemeldet und warten auf den Start dieser. Ein wichtiges Angebot, das mit Tests wieder stattfinden könnte. Nicht zu vergessen ist außerdem die Jugendarbeit in den vielen Vereinen in Bayreuth.“

(Gudrun Brendel-Fischer, Dr. Silke Launert)

Mit der Aktion „Sichtbar“ machen mehr und mehr Vereine auf die Situation in der Jugendarbeit im Sport aufmerksam.

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Corona-Modellregion Bayreuth: Universität, Forschung und medizinische Versorgung könnten profitieren

Als Universitäts- und Forschungsstadt genieße Bayreuth einen ausgezeichneten internationalen Ruf. Mit der IHK für Oberfranken, der Handwerkskammer Oberfranken und den Berufsschulen sowie den zahlreichen weiterführenden Schulen sei die Stadt Bayreuth Einzugsgebiet für die ganze Region.
Das Klinikum besitzt  die höchste Versorgungstufe und könne eine umfassende Patientenversorgung gewährleisten. Das beinhalte auch die Rehakliniken, den Medizincampus und die zahlreichen gesundheitsunterstützenden Angebote z. B. in der Lohengrintherme und der Therme Obernsees.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß