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Wasserrettung am Fichtelsee – so viel zahlt der Landkreis Bayreuth dem Roten Kreuz

Die neue Wasserrettungsstation des BRK am Fichtelsee ist teurer als geplant. Der Kreisausschuss hat am Montag (5. Juli 2021) über weitere Zuschüsse beraten.

Die Wasserrettungsstation des BRK am Fichtelsee wurde teurer als gedacht. Der Kreisausschuss des Landkreises hat am Montag (5. Juli 2021) über eine Erhöhung der Zuschüsse zu den Baukosten beraten. Am 25. Mai wurde der Neubau seiner Bestimmung übergeben.

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Teure Wasserrettungsstation am Fichtelsee

2017 hat der Landkreis Bayreuth beschlossen, 20 Prozent der Kosten der Wasserrettungsstation zu bezuschussen. Mit 375.000 Euro ist sie damals veranschlagt gewesen. In der Zwischenzeit habe sich der Bau „massiv verteuert“, wie Helga Herdl vom Ordnungswesen dem Kreisausschuss berichtete. „Formale Probleme seitens der Gemeinde Fichtelberg sind dafür ausschlaggebend“, berichtete Herdl weiter. Rund 600.000 Euro würden die Kosten nun betragen.

Zieht man die 75.000 Euro des Landkreises ab, so müsste das Bayerische Rote Kreuz 525.000 Euro selbst schultern. Kreisgeschäftsführer Markus Ruckdeschel hatte im Februar 2020 den damaligen Landrat Hermann Hübner um eine Erhöhung der Zuschüsse gebeten. Im Juli 2020 erneuerte er die Bitte an Florian Wiedemann.

Rotes Kreuz beantragt weitere 45.000 Euro vom Landkreis Bayreuth

Ruckdeschel erbat dabei weiterhin einen Anteil des Landkreises von 20 Prozent. Bei Kosten von 600.000 Euro wären das 125.000 Euro. Gegenüber den bewilligten 75.000 Euro sind das Mehrkosten von 45.000 Euro.

Kreisrat Franc Dierl (CSU) aus Speichersdorf sah den Landkreis in einem Dilemma: „Wir müssen in Zukunft genauer hinschauen, dass uns solche Dinge nicht mehr auf die Füße fallen“, ärgerte er sich über die Mehrkosten. Andererseits: Es sei „politisch nicht darstellbar“, wenn wir als Landratsamt in Zukunft nichts mehr zu solchen Projekten zu zahlen.“

Finanzierung der Rettungsstation am Fichtelsee – der Kreisausschuss hat entschieden

Letztendlich stimmten die Mitglieder des Kreisausschusses einstimmig für die Bereitstellung weiterer 45.000 Euro für das Bayerische Rote Kreuz. Die zusätzlichen 45.000 Euro sollen im Haushaltsjahr 2022 bereitgestellt werden. Diese Empfehlung ging weiter an den Kreistag. Dieser hat bei der Bewilligung das letzte Wort.

In der gleichen Sitzung befasste sich der Kreisausschuss mit dem geplanten Erweiterungsbau des Landratsamtes.

Jürgen Lenkeit

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Jürgen Lenkeit