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Polizei: Zehn Fakten zur neuen Kriminalstatistik

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Die aktuelle Kriminalstatistik für Oberfranken ist erschienen. Im vergangenen Jahr wurden demnach fast  55.000 Straftaten registriert. Das ist ein Anstieg um zwölf Prozent. Maßgeblich beeinflusst wurden die Zahlen durch Straftaten nach dem Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz, insbesondere in Grenzregionen oder Erstaufnahme-Einrichtungen.

Oberfranken ist eine ausgesprochen sichere Region. Die Gesamtzahl der registrierten Straftaten ist auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Die Aufklärungsquote ist erneut die höchste in Bayern.

(Polizeipräsidium Oberfranken)

Konkret sagt die Kriminalstatistik folgendes aus:

  1. Im Raum Bayreuth ist die Anzahl der Straftaten 2018 um fünf Prozent auf 5.226 Delikte gesunken.
  2. Auch im Landkreis Bayreuth ist die Anzahl der Straftaten gesunken, nämlich um zwei Prozent auf 2.818 Fälle.
  3. Diebstähle gingen um acht Prozent zurück.
  4. Die sogenannte Straßenkriminalität ist im vergangenen Jahr um vier Prozent gesunken. Im Detail: Sachbeschädigungen an Autos gingen um 3,5 Prozent zurück, Autodiebstähle um 20 Prozent, Diebstähle aus Autos um 17 Prozent, Fahrraddiebstähle um vier Prozent.
  5. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 1.751 Gewaltdelikte verzeichnet werden. Die Anzahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen, die den größten Teil in diesem Bereich ausmachen, ist um 109 Fälle, also um acht Prozent gestiegen.
  6. Mit 78 erfassten Straftaten ist der Bereich der Tötungsdelikte um 18 Prozent gesunken. 59 dieser Fälle blieben im Versuchsstadium.
  7. Bei den Wohnungseinbrüchen ist ein Rückgang um 25 Prozent auf insgesamt 315 zu verzeichnen. Bayernweit sank die Anzahl der Fälle um 13,3 Prozent.
  8. Fielen im Jahr 2017 noch 33 Menschen dem Rauschgift zum Opfer, waren es 2018 nur 21. Die Anzahl der Rauschgiftdelikte hingegen stieg in Oberfranken leicht an, um zwei Prozent auf fast 5000 Straftaten.
  9. Die politisch motivierte Kriminalität steigt. Und zwar auf 325 Delikte im vergangenen Jahr. Das ist der höchste Stand seit 2009. Auffallend ist vor allem ein Anstieg der Straftaten im Bereich des Linksextremismus auf 95 Fälle, wobei die meisten im Raum Bamberg zu verzeichnen sind.
  10. Sexualdelikte machen mit 1,5 Prozent einen geringen Teil an der Gesamtkriminalität aus. 751 Fälle wurden trotzdem verzeichnet. Sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch nehmen zu.