Polizeibericht

Mann hustet Polizisten ins Gesicht: 4580 Verstöße in fränkischer Region gegen Ausgangsbeschränungen

Tausende Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen in Bayern hatte die mittelfränkische Polizei festgestellt. Ein Mann hustete einem Polizisten ins Gesicht.

Die mittelfränkische Polizei hatte am am vergangenen Wochenende (27.03.20 – 29.03.20) zahlreiche Verstöße gegen die aktuell geltende Allgemeinverfügung. Das teilte die Polizei Mittelfranken mit. Auch in Unterfranken hatte die Polizei einige Kontrollen wegen der Ausgangsbeschränkungen. Dort hatten die Polizisten rund 130 Verstöße festgestellt.

Verstöße gegen Ausgangsbeschränkung in Mittelfranken

Im Zeitraum (27. März 2020, 06:00 Uhr bis 30. März 2020, 06:00 Uhr) wurden insgesamt rund 5270 Kontrollen durchgeführt.

Die Beamten stellten insgesamt 4580 Verstöße fest, von denen circa 480 mit einem Bußgeld geahndet wurden, teilt die mittelfränkische Polizei mit. Bei dem überwiegenden Teil der Verstöße handelte es sich um Zuwiderhandlungen gegen die vorläufige Ausgangsbeschränkung.

Der mittelfränkischen Polizei ist bewusst, welche Einschränkungen die derzeitige Situation für jeden Einzelnen mit sich bringt. Nichtsdestotrotz ist nach Angaben der Polizei die Einhaltung der vorgegebenen Beschränkungen zum Schutz aller zwingend notwendig.

Hier gibt es den aktuellen Stand der Corona-Infizierten in Franken. In unserer Karte gibt es die einzelnen fränkischen Regionen im Überblick.

Polizei kontrolliert weiter in Mittelfranken

Aus diesem Grund werde die Polizei auch weiterhin engmaschige Kontrollen durchführen. Festgestellte Verstöße sollen konsequent geahndet werden.

Es ist dem Polizeipräsidium Mittelfranken aber auch wichtig darzulegen, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Vorgaben hält und auch bei festgestellten Verstößen einsichtig und äußerst kooperativ ist, teilt die Polizei mit.

Nürnberg: Mann hustet Polizisten ins Gesicht

Einige Personen zeigen sich nach Angaben der Polizei uneinsichtig: Dies zeige ein Fall, der sich am Sonntag (29.3.2020), gegen 00:30 Uhr im Nürnberger Stadtteil Röthenbach ereignete.

Gegen 00:30 Uhr wurde der Einsatzzentrale eine Gruppe von Personen mitgeteilt, die sich auf einem Schulgelände in der Herriedener Straße aufhalten solle. Die Beamten stellten sieben Personen im Alter zwischen 17 und 22 Jahren fest, die sich unberechtigt dort aufhielten. Die jungen Männer wurden bezüglich eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und eines Vergehens des Hausfriedensbruchs belehrt.

Ein 22-jähriger Mann aus der Gruppe ignorierte jegliche Anweisungen der Beamten. Bei seiner Durchsuchung trat er an einen Beamten heran und hustete dem Polizisten ins Gesicht, berichtet die Polizei. Seiner anschließenden Festnahme widersetzte er sich und beleidigte die Beamten.

Unabhängig von Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz wird gegen den Beschuldigten ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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