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Polizeibericht

Stark unterkühlt und bewusstlos: Vermisster Bayreuther von Rettungstrupp in den Morgenstunden geborgen

Ein Hubschrauber macht mit Hilfe einer Wärmebildkamera einen vermissten und stark unterkühlten Bayreuther ausfindig. Dann verschlechtert sich das Wetter drastisch und Nebel zieht auf. Der Hubschrauber muss abdrehen.

Gegen 22 Uhr ist am Freitagabend (15.5.2020) eine Vermisstenmeldung bei der Bayreuther Polizei eingegangen. Demnach sei ein 53-Jähriger Bayreuther seit 21 Uhr nicht mehr erreichbar. Laut Angaben der Familie würde er medizinische Hilfe benötigen. 

Polizeihubschrauber macht vermissten Bayreuther mit Wärmebildkamera ausfindig

Umfangreiche Ermittlungen der Beamten führten zu der Erkenntnis, dass sich der Vermisste im Bereich des „Säuling-Gipfels“ im Schwangau aufhält. Ein Polizeihubschrauber fand den Mann dann gegen Mitternacht dann mit Hilfe einer Wärmebildkamera.

Doch die Witterung verschlechterte sich erheblich. Weil Nebel aufzog, musste der Hubschrauber abdrehen. Die Kräfte vor Ort alarmierten die Bergwacht Füssen und die Alpine Einsatzgruppe der Polizei. 

35 Einsatzkräfte retten den Vermissten

Zur Suche und Bergung des Vermissten wurde die einzig verfügbare Maschine der Schweizerischen Flugrettung „REGA“ alarmiert. Sie flog aus St. Gallen (Schweiz) an. Nach einem mehrstündigen Aufstieg erreichten die Retter den vermissten Mann dann in den frühen Morgenstunden. Er war lebendig. Mit dem Hubschrauber brachten Rettungskräfte den stark unterkühlten Mann schließlich zur Behandlung in ein Krankenhaus. 

Es waren insgesamt rund 20 Bergretter der Bergwacht und etwa 15 Polizeibeamte im Einsatz. Laut Auskunft des Notarztes hätte der Mann ohne Hilfe nur noch kurze Zeit auf dem Berg überlebt.

In Bayreuth waren zwei Mädchen (14) auf Diebestour im Rotmain-Center.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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