Polizeiuniform: Mängel an Hosenschlitz und Co.

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Die neue Uniform der bayerischen Polizei ist zwar in den Augen viele Bürger schicker als die alte, übereinstimmenden Medienberichten zufolge offenbart die neue Kleidung aber einige Mängel.

Wie unter anderem die Bild-Zeitung und der Münchner Merkur melden, sei der Reißverschluss der Hosen so kurz, dass die männlichen Polizisten nicht durch den Hosenschlitz urinieren könnten. Die Hose sei außerdem so schlecht genäht, dass sie beim Bücken häufig reiße. Weitere Beanstandungen gibt es wegen zu kleiner Taschen und schnell ausbleichender Farben.

Dem bayerischen Innenministerium sind die Beschwerden bekannt. Dort reagiert man aber eher entspannt.

Bisher gab es 690 Beschwerden. Bei 27.500 ausgelieferten Uniformen ist das nicht besorgniserregend.

(aus dem bayerischen Innenministerium)

Neben der Qualität ein weiteres Problem: Wenn die Beamten ihre Uniform reklamieren und Teile davon nachbestellen, müssen sie das bislang im Logistikzentrum Niedersachsen (LZN) machen – und dann teilweise wochenlang auf Ersatz warten.

Die Polizeigewerkschaft hat auf die Mängel bereits vor Monaten hingewiesen und fordert ebenso lang ein eigenes, bayerisches Logistikzentrum für den Vertrieb der Uniformen. Auf diese Forderung springt nun der oberfränkische Landtagsabgeordnete der FDP, der Forchheimer Sebastian Körber, auf. In einem Schreiben an das Innenministerium fordert er ein solches Zentrum in Oberfranken.

Die Kritik der Polizisten ist Jahre nach der Umstellung von „grün“ auf „blau“ nicht weniger geworden. Alternative Konzepte müssen her. Ich bin davon überzeugt: Bayern kann es besser.

(Sebastian Körber, FDP)

Körber sieht in Oberfranken gute Standortbedingungen für ein mögliches Logistikzentrum Bayern. Beispielhaft nennt er Brachflächen in Bamberg.