Scheffelstraße

Scheffelstraße: Skatepark oder Sandplätze

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Der Wildwuchs auf den stillgelegten Tennisplätzen des Post-SV soll bald der Vergangenheit angehören. Was stattdessen dort entsteht, ist noch nicht endgültig geklärt. Zwei Vorschläge stehen zur Wahl.

Vorschlag 1: Beachvolleyball-Plätze

Foto: pixabay

Wie aus einem Schreiben der Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hervorgeht, das dem bt vorliegt, haben sich mehrere Referate der Stadtverwaltung bereits dafür ausgesprochen, dass auf dem Gelände an der Scheffelstraße drei Beachvolleyball-Felder entstehen sollen.

Gleichzeitig soll aus dem bereits vorhandenen Beachvolleyball-Feld auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Platz für Beachsoccer werden. Gemeinsam mit dem dort ebenfalls bereits vorhanden Bolz- und Basketballplatz entsteht so auf der östlichen Seite der Scheffelstraße ein “Zentrum für ballspielende Sportarten”. Die Idee dazu stammt von der Bayreuther Gemeinschaft im Stadtrat.

Vorschlag 2: Skate-Anlage

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Gleichzeitig liegt dem Rathaus aber auch seit Januar ein Antrag der CSU Stadträtin Ingrid Heinritzi-Martin vor, die an besagter Stelle eine Skate-Anlage vorschlägt. Damit hätte die Stadt einen Platz für eine solche Anlage gefunden, den sie seit Jahren im benachbarten Stadtteil Saas vergeblich sucht.

Auf Nachfrage bei der Stadt heißt es, beide Varianten würden derzeit von mehreren Dienststellen im Rathaus geprüft und zu gegebener Zeit dem Stadtrat zur Bewertung vorgelegt. Wann mit einem Bau der Freizeitanlagen begonnen werden kann und was das die Stadt kostet, könne noch nicht gesagt werden.

Problem: Begrenzte Möglichkeiten

Die Möglichkeiten der Nutzung der früheren Tennisplätze sind grundsätzlich begrenzt. Fest bebaut werden kann die Fläche nicht, weil sie in einer Schneise liegt, die die Innenstadt vor allem im Sommer mit frischer, kühler Luft versorgt.

Hintergrund: Post-SV hat Schulden

Der Vorsitzende des Post-SV, Matthias Wolert, hatte im vergangenen Jahr signalisiert, dass er bereit ist, die drei verwilderten Plätze an die Stadt zurück zu geben. Zurück deshalb, weil der Verein die Fläche nur von der Stadt gepachtet hat. Die Plätze selbst herzurichten, dafür fehlte dem bei Banken mit rund 150.000 Euro in der Schuld stehenden Verein das Geld.

Reaktionen:

Im Internet machen sich junge Bayreuther bereits für den Bau einer Skateanlage stark.

Oh wow, Beachvolleyballplätze, gibt es ja noch kaum in Bayreuth.

(Zwen Unstressar)

 

Wegen Problemen mit dem Lärmschutz kommt keine Skaterbahn? Haben sich die Verantwortlichen die Gegend überhaupt angesehen? Die nächsten Häuser sind ziemlich weit weg. Da wäre die Gelegenheit gewesen etwas für die Jugendlichen zu bauen. Schade.

(Lucia Sollik)

 

Gerade für junge Leute und Teenies sind Skateparks deshalb sinnvoll, weil man hier eben keine Mannschaft braucht, kreativ und mit verschiedenen Sportgeräten Sport betreiben kann. Aber sicherlich nützt auch das 20. Beachvolleyballfeld – nämlich dem Stadtsäckel. Skateparks sind teuer.

(Jens Küfner)