Schulen & Co: Soviel Abgase gespart, wie 34.000 Autos erzeugen

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55.000 Tonnen CO2 und 257 Millionen Liter Wasser hat die Stadt Bayreuth bei der Bewirtschaftung ihrer Gebäude in den vergangenen 18 Jahren gespart. Das entspricht der jährlichen Emission von 550.000 Kühlschränken oder 34.000 Autos. Rechnet man die Einsparung im Wärmebereich in Öllieferungen um, so konnten über 2.000 Fahrten mit dem Lkw durch das Stadtgebiet vermieden werden. Insgesamt konnten seit 2001 rund 9,2 Millionen Euro an Energiekosten gespart werden.

Nachzulesen sind diese Zahlen im soeben veröffentlichten Energiebericht der Stadt.

24 Schulen, zwei Rathäuser, drei Kindertagesstätten, das Hallenbad des Schwimmvereins Bayreuth, das Eisstadion, das Sportzentrum, die Oberfrankenhalle, das Internationale Jugendkulturzentrum und das Richard Wagner Museum sind darin mit ihren Energieverbräuchen erfasst.

Neue Ansprüche an den Hausmeister-Job

Ziel sei es, künftig alle städtischen Gebäude einzubinden, heißt es in dem Bericht, für den das Hochbauamt der Stadt verantwortlich zeichnet. Ohne erhöhten Personalaufwand werde das aber nicht zu schaffen sein. Bislang gebe es für das Energiemanagement der Stadt lediglich eine einzige Planstelle im Rathaus. Diese habe es geschafft, den Wärmebedarf an Bayreuths Schulen seit 2001 um 51 Prozent, den Wasserverbrauch um 36 Prozent und der Stromverbrauch um 16 Prozent zu senken.

Dazu kommt: 2012 hat der Stadtrat entschieden, dass in städtischen Gebäuden nur noch CO2-neutrales Erdgas verwendet werden darf. 2013 wurde das auch für den Stromverbrauch beschlossen. Seit 2015 werden auch das SVB-Hallenbad und das Internationale Jugendkulturzentrum klimaneutral versorgt.

Um die Energieeinsparung weiter voranzutreiben fordern die Vertreter des Hochbauamts in dem Bericht aber auch, dass künftig eingestellte Hausmeister zwingend eine haustechnische Ausbildung mitbringen müssen.

Ein Hausmeister mit einer Ausbildung zum Lastkraftwagenfahrer wird nicht über Schulungen während des normalen Dienstbetriebs eine 3 ½ jährige Ausbildung in einem haustechnischen Gewerk ausgleichen können.

Ein Hausmeister müsse schließlich in der Lage sein, ein Zeitschaltprogramm in einer Heizungssteuerung verändern zu können.

Abschließend heißt es in dem Energiebericht, dass die Stadt Bayreuth die Energieverbräuche in kommunalen Gebäuden “weitgehend normgerecht” erfasse. Wörtlich heißt es:

Hier gehen wir nach wie vor davon aus, dass Bayreuth damit weitgehend ein Vorreiter ist.