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Coronavirus

Schulen nach dem Corona-Lockdown: Es wird Probleme geben

Seit Montag (7.6.2021) gibt es nahezu in ganz Bayern wieder regulären Schulbetrieb. Das bt hat sich in Bayreuth umgehört. 

Nach den Corona-Lockerungen in Bayerns Schulen sei es vor allem eine wichtige Aufgabe für die Klassenlehrkräfte, die Schüler gerade bei einem Neustart emotional abzuholen, so das die Staatlichen Schulämter Bayreuth. In Bayern sind seit Montag (7.6.2021) enorme Corona-Lockerungen in Kraft. Hier gibt es den Überblick.

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Probleme werden erst später sichtbar: Schulen in Bayreuth zur Corona-Öffnung

„Nach unserer Wahrnehmung haben sich alle Schulen den unterschiedlichen Herausforderungen nach besten Kräften gestellt und sind damit ihrer hohen gesellschaftlichen Verantwortung, die ihnen anvertrauten jungen Menschen möglichst gut zu begleiten, in vorbildlicher Weise gerecht geworden.“

(Staatliche Schulämter Stadt und Landkreis Bayreuth)

Im Vorfeld des Neustarts am Montag (7.6.2021) nach den Pfingstferien seien viele Meldungen von Schulen eingegangen, welche ihre Freude darüber ausgedrückt haben, die Kinder an ihrem gewohnten Lernort begrüßen zu dürfen. Auch bei den Schülern „gehen wir davon aus, dass auch sie sich danach gesehnt haben, all ihre Klassenkameraden nun wiederzusehen, die vertrauten Gemeinschaften zu erleben und den Unterricht wieder in ihrem Klassenzimmer genießen zu dürfen.“

Endlich wieder Schule statt Homeschooling: So lief es in Stadt und Land Bayreuth

Von organisatorischer Seite habe sich alles rechtzeitig vorbereiten lassen, so die Schulämter Bayreuth. Im Grunde sei es schon vor Beginn der Pfingstferien absehbar gewesen, dass wieder Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen stattfinden kann. „Kurzfristig einzuarbeiten waren lediglich die erst ab heute gültige 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie der neue Rahmenhygieneplan für die Schulen.“

Es sei vor allem eine wichtige Aufgabe für die Klassenlehrkräfte, die Schüler gerade bei einem Neustart emotional abzuholen. Dafür gebe es unterschiedliche Methoden:

„Während die Grundschüler das eher in gemeinsamen Erzählkreisen aufarbeiten, einander zuhören und die Befindlichkeiten der Anderen wahrnehmen, darüber reflektieren und sich vielleicht bei manch fremder Äußerung selbst betroffen fühlen, werden in den weiterführenden Schulen andere, altersadäquate Verfahren eingesetzt, in die sich Jugendliche einfinden können.“

(Staatliche Schulämter Stadt und Landkreis Bayreuth)

Status quo: Warum eine Bestandsaufnahme des Lernstandes nach Homeschooling wichtig ist

„Eine zweite wichtige Aufgabe liegt in einer systematischen Lernstandserhebung.“ Sie sei von großer Bedeutung für die gemeinsame Weiterarbeit, „da sich in den Zeiten zwischen Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht in den vergangenen Monaten eine Diskrepanz in der Leistungsentwicklung der Kinder ergeben hat.“ Gemeinsam wachsen ist das Ziel. „Die im Einzelfall vorherrschenden Probleme werden gewiss erst über die nächsten Wochen hinweg in Gänze greifbar.“

Eltern im Dauereinsatz: Das ist das Fazit zum Homeschooling in der Corona-Pandemie

„Besonders erwähnenswert ist die Belastung, die vor allem Eltern von kleinen Kindern während des Distanzunterrichts erfahren haben. Diese Eltern gaben bisweilen an, dass Arbeit und Distanzunterricht nur schwer unter einen Hut zu bringen seien, vor allem wenn deren Kinder die Umsetzung noch nicht komplett eigenständig vornehmen konnten. Auch andere Dinge wie technische Probleme erschwerten das Lernen zu Hause im Einzelfall enorm.“

(Staatliche Schulämter Stadt und Landkreis Bayreuth)

„Die Schulen haben die Eltern jedoch nie alleingelassen“, so die Staatlichen Schulämter Stadt und Landkreis Bayreuth weiter.

Die Pflicht besteht weiter: Wie nehmen Schulkinder die Tests an?

„Vonseiten der Schulkinder gab es zur Durchführung der Selbsttests in der Schule sehr wenige Vorbehalte. Die Lehrkräfte haben bereits am ersten Tag der Einführung berichtet, dass die Umsetzung viel reibungsärmer geklappt habe als befürchtet. Dank des pädagogischen Einfühlungsvermögens und des Einsatzes kindgerechter Erklärvideos konnten bestehende Ängste genommen und auch Sicherheit im Umgang mit den Tests vermittelt werden. Auch für den Landkreis und die Stadt Bayreuth wurde ein Video produziert, das nach wie vor über die Website der Schulämter abrufbar ist.

(Staatliche Schulämter Stadt und Landkreis Bayreuth)

Die Vorbehalte der Eltern seien ebenfalls nicht so zahlreich wie ursprünglich erwartet gewesen. „Um Konflikte zu vermeiden wurde zudem über die Bayerische Schulordnung die Freiheit eingeräumt, für Kinder, die nicht an den Selbsttests teilnehmen oder in alternativen Institutionen (Testzentren, Apotheken, Arztpraxen) getestet werden sollten, eine Beurlaubung vom Präsenzunterricht zu beantragen.“

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß