Segelflug-Bundesliga: Bayreuther Piloten landen auf dem Treppchen

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Für einen Sieg der Segelflug-Bundesliga wie im vergangenen Jahr hat es für die LSG Bayreuth dieses Mal nicht gereicht. Der Vorjahressieger holte sich die Bronzemedaille. In der internationalen Wertung der World League reichte es für Platz vier von 1.077 Vereinen. 2018 wurde die LSG Weltmeister.

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Der neue Deutsche Meister der Segelflug-Bundesliga stammt aus Niedersachsen: Der LSV Rinteln sicherte sich nach fünf Rundensiegen erstmals den Gesamtsieg. Die Bayreuther nehmen es sportlich:

Mit dieser Leistung haben die Rintelner hochverdient gewonnen.

(Bayreuths Teamkapitän Heiko Hertrich über den Sieg der Niedersachsen)

Die Segelflug-Bundesliga

In den Segelflug-Ligen werden über 19 Wochenenden („Runden“) die schnellsten drei Piloten eines Vereins gewertet. Hierfür kommt es auf die schnellsten 2,5 Stunden der Flüge auf höchstens vier zusammenhängenden Teilstrecken an. In der 1. und 2. Bundesliga erhält der beste der jeweils 30 Vereine pro Wochenende 20 Punkte, der zweitbeste 19 und so weiter. Jeder Verein mit einem gültigen Wertungsflug erhält mindestens einen Punkt.

Die LSG Bayreuth musste dieses Jahr erstmals seit 2002 ohne Rundensieg auskommen. Viele Platzierungen unter den ersten fünf sorgten aber dafür, dass der Titelverteidiger sieben Wochen lang die Tabelle anführen konnte. Dennoch platzte der Traum von der Titelverteidigung. Mit dem Bronzerang sind die Piloten vom Bindlacher Berg jedoch die besten Süddeutschen.

Die Bayreuther Piloten

13 Piloten haben diese Wertung zu Stande gebracht: Die Flieger-Familie Baier mit den Brüdern Andreas, Johannes und Georg sowie dessen Sohn Sebastian, Wolfgang Clas, Manisha Große Verspohl, Heiko Hertrich, Frederik Köhne, Friedhelm Lotte, Bernd Löser, Alexander Müller, Lothar Schmidt und Susanne Weisheit-Hertrich.

14 Mal war allein Alexander Müller in der Wertung. Das Langstrecken-Ass hat heuer an vielen Tagen dem Bundesliga-Format den Vorzug gegenüber der taktisch anders aufgebauten Langstrecke gegeben. Seit fünf Jahren konnte mit Manisha Große Verspohl zudem erstmals wieder eine Frau einen Flug in die Wertung der LSG einbringen, mit Susanne Weisheit-Hertrich kurz darauf sogar noch eine zweite.