Serie CO2-Fasten: Challenge 3 – Heizung runter

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 3 lautet: Heizung runterdrehen.

CO2 und Heizkosten sparen – wie funktioniert’s?

Im Bereich Wohnen schlägt das Heizen mit rund 70 Prozent des Energieverbrauches zu Buche. Bewohner eines Eigenheimes können mit energetischen Sanierungen, wie Wärmedämmung Abhilfe schaffen. Klingt kompliziert?

Geht auch einfacher! Denn durch bewusstes Heizen und Lüften kann jeder den eigenen Energieverbrauch effektiv senken und das in maximal drei Schritten.

Schritt 1: Messen

Ersteinmal muss die Temperatur in allen Räumen gemessen und mit den „Idealtemperaturen“ verglichen werden.

  • Im Schlafzimmer sind 17 Grad bis 18 Grad Celsius ausreichend.
  • In der Küche reichen gewöhnlich 18 Grad Celsius aus.
  • 20 Grad bis 22 Grad Celsius gilt als gute Temperatur für Wohnbereiche.
  • Im Bad sind 22 Grad Celsius ideal
  • Nachts sollte in allen Wohnräumen die Temperatur um vier bis fünf Grad Celsius abgesenkt werden.

Schritt 2: Regeln

An der Heizung gibt es ein Thermostatventil. Das Thermostatventil ist der fleißigste Helfer in Sachen CO2- und Heizkosten sparen, denn es hält die Temperatur im Raum konstant. Scheint zum Beispiel gerade die Sonne herein und heizt den Raum auf, drosselt das Thermostatventil automatisch die Wärmezufuhr. Stufe 3 des Thermostatventils entspricht in etwa 20° Celsius.

Schritt 3: Erneuern

Je genauer ein Thermostatventiel die Raumtemperatur hält, desto geringer ist der Energieverbrauch. Wenn das Thermostatventil schon in die Jahre gekommen ist, sollte auf ein modernes Thermostatventil gewechselt werden. Das kann zwischen 4 bis 8 Prozent Energie sparen. Wie ein Thermostatventil gewechselt wird, steht hier. 

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Wie viel CO2 kann eingespart werden?

Durch die direkten und indirekten Emissionen, die beim Heizen entstehen, ist die Heizung für etwa 60 Prozent des CO2-Ausstosses im Haushalt verantwortlich.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Gemäß der Faustformel ein Grad Celsius weniger spart sechs Prozent Energie, könnten Deutschlandweit fast 8 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, wenn jeder die eigene Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius absenkt.

Zum Vergleich: Die gesamte Beleuchtung schlägt „nur“ mit knapp 6 Millionen Tonnen CO2 zu Buche. Die Heizung runterzudrehen spart also mehr CO2, als ein ganzes Jahr lang im Dunkeln zu tappen.