Mitglieder des Bayreuther Stadtrats

Der Bayreuther Stadtrat Thomas Hacker: “Wir müssen genügend Krippenplätze schaffen”

Für die FDP hat wieder Thomas Hacker (FDP) einen der Sitze im Bayreuther Stadtrat geholt.

Für die FDP hat wieder Thomas Hacker (FDP) einen der Sitze im Bayreuther Stadtrat geholt. Im Gespräch mit dem bt spricht Hacker über das Coronavirus, die Festspielabsage. Außerdem erklärt ein anderer Bayreuther Stadtrat, Wolfgang Gruber (Die Unabhängigen): „Der Stadtrat darf sich kein Geplänkel mehr erlauben!“

Herausforderungen Coronavirus

Eigentlich wollte Thomas Hacker (FDP) Bürgermeister in Bayreuth werden, aber das hat nicht geklappt. Nun konzentriert er sich auf die anstehenden Aufgaben im Stadtrat. Denn aufgrund des Coronavirus kommen auf Bayreuth einige Herausforderungen zu. “Im Moment geht es noch darum die Auflagen der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung zu befolgen”, sagt Hacker.

Doch es gibt auch eine Zeit nach Corona. Da sei es ihm wichtig, die Unternehmen zu unterstützen und das Leben wieder aktiv für die Bürger zu gestalten. Das hat auch was mit den Gewerbesteuereinnahmen zu tun. Denn die müssten nach der Pandemie an die Situation angepasst werden.

Festspielabsage war schwerer Schlag

Auch die Absage der Bayreuther Festspiele sei ein schwerer Schlag gewesen. “Wir müssen andere ergänzende Veranstaltungen finden, die die Leute trotzdem nach Bayreuth bringen”, sagt Hacker. “Auch ohne die Festspiele ist Bayreuth attraktiv.” Von der Festspielabsage sind vor allem die Hotels, Gastronomien und der Einzelhandel betroffen. Deswegen hofft Hacker, dass die Barockfestspiele im September einen Ausgleich dazu schaffen werden und auch der Wirtschaft in Bayreuth helfen.

Langfristige Ziele

Aber es gibt auch noch andere Ziele, die er langfristig verfolgen will. “Der große Investitionsstau muss gelöst werden, damit endlich was voran geht”, findet Hacker. “Wir müssen genügend Krippenplätze schaffen und in die Schulen investieren, um so die beste Bildung zu ermöglichen.” Deswegen schwebt ihm eine internationale Schule vor. Um das zu Erreichen, müsse aber auch in den Ausbau der Infrastruktur und der Digitalisierung investiert werden.

Ein Sitz weniger im Stadtrat

Weil ihm vor allem die persönliche Freiheit am Herzen liegt, hat er sich schon während seiner Schulzeit am Graf-Münster-Gymnasium für die FDP entschieden. “Eingetreten bin ich aber erst nach der Schule”, erzählt Hacker. Mit dem Wahlergebnis seiner Partei sei er grundsätzlich zufrieden. “Wir haben über 5 Prozent in Bayreuth erreicht, aber im Vergleich zur letzten Kommunalwahl leider ein halbes Prozent verloren. Das hat uns einen Sitz im Stadtrat gekostet.” Trotzdem ist er sich sicher, dass seine Partei eine hörbare Stimme im Stadtrat haben wird. Vor allem, weil sie eine Fraktion mit der Frauenliste und den Unabhängigen (DU) bilden werden.

Unerträgliche Äußerungen der AfD

Im Bayreuther Stadtrat sind zukünftig drei neue Parteien mit am Werk. “Die AfD kenne ich aus dem Deutschen Bundestag. Die geben teilweise unerträgliche Äußerungen von sich”, erzählt Hacker. “Ich hoffe sehr, dass das in der Kommunalpolitik anders ist.” Auch die Linken sind nun mit von der Partie. Er staunt darüber, dass diese Partei in Bayern immer stärker wird. “Ich kenne Hans-Günter Sabarth schon länger und denke, dass er neue Impulse im Stadtrat setzen kann.” Menschlich käme Hacker gut mit ihm aus, aber mit seiner politischen Einstellung harmoniert er nicht. Auf die Zusammenarbeit mit der Frauenliste freut sich Thomas Hacker. “Beim Thema Frauen besteht Nachholbedarf.”