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Coronavirus

Sex nur mit Mundschutz – Händeschütteln verboten: Verband mit Hygienekonzept für Prostituierte

Die Corona-Krise und die Ausgangsbeschränkungen sowie Kontaktbeschränkungen haben auch die Sexbranche getroffen. Deshalb fordert der Verband für Sex-Arbeit BesD e. V. eine schrittweise Öffnung der Sexarbeit.

Die Corona-Krise und die Ausgangsbeschränkungen sowie Kontaktbeschränkungen haben viele Unternehmen und Arbeitsbereiche getroffen: auch die Sexbranche. Deshalb fordert der Verband für Sex-Arbeit BesD e. V., dass Sexarbeiter wieder ihrem Beruf nachgehen können.

Körpernahe Arbeit während der Corona-Krise

“Wir fordern die Gleichbehandlung von Sexarbeit mit vergleichbaren körpernahen Dienstleistungen”, erklärt der Verband in seiner Stellungnahme, die an alle Bundesländer verschickt wurde.

Der Verband für Sex-Arbeit möchte deshalb “eine geordnete Öffnung aller Bereiche der Sexarbeit unter Anwendung entsprechender Hygiene-Konzepte”. Das Hygiene-Konzept wurde auch erstellt und umfasst insgesamt neun Seiten.

Hygienekonzept für Sex

Das Konzept gliedert sich in mehrere Teile, die jeweils für Sex-Arbeiter und Kunden sowohl für Hausbesuche als auch in eigenen Einrichtungen gelten. Eines der obersten Anliegen des Konzeptes ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz während des Aktes: “Orale Praktiken” seien daher nicht erlaubt.

Die Schutzmaske müsse während der gesamten Arbeit von beiden Personen getragen werden. Außerdem schreibt der Verband in seinem Konzept: “Während der Dienstleistung muss zwischen den Köpfen der beiden Personen ein Abstand von mindestens einer Unterarmlänge sein.”

Kein Händeschütteln während Corona-Krise

Sex soll erlaubt werden, Händeschütteln aber nicht. Der Verband stellt in seinem Konzept darf, dass auf Begrüßungsrituale wie Händeschütteln verzichtet werden soll. Vor der Dienstleistung sollen beide zusätzlich duschen. Danach sollten nach Angaben des Verbandes “Bade- oder Whirlpoolspiele” erlaubt sein – der Mund- und Nasenschutz müsse auch hier getragen werden und dürfe nicht nass werden.

Die Reinigung der Räume nach dem Sex sei nach Angaben des Verbandes ohnehin Standard: Desinfizieren, wechseln der Tücher und Laken, Lüften des Raumes. Zusätzlich müssen die Kontaktdaten der Kunden vier Wochen aufbewahrt werden. Der Verband schläft vor, die Daten in einem geschlossenen Briefumschlag vier Wochen aufzubewahren.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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