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Coronavirus

Söder will Schüler schon im Juni impfen – während Bayern Erstimpfungen massiv runterfährt

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will schon ab Juni Schüler in Bayern impfen. Am vorherigen Tag wurden vom Gesundheitsministerium Erstimpfungen in Impfzentren allerdings massiv eingeschränkt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf einen Außeneinsatz ausrichten, um breite Bevölkerungsschichten zu erreichen. Der Augsburger Allgemeinen sagte Söder am Mittwoch, dass Impfzentren nun strategisch impfen sollten.

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Mobile Teams könnten nach seinen Aussagen über Betriebsärzte ganze Unternehmen durchimpfen. „Dann sollen im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind“, sagte der CSU-Ministerpräsident.

Einen Tag zuvor kündigte das Bayerische Gesundheitsministerium allerdings an, in den nächsten drei Wochen kaum Erstimpfungen an Impfzentren durchzuführen.

Corona-Impfung in Bayern: Söder Pläne

„Wir müssen auch unkonventionelle Wege gehen. Warum bieten wir nicht auch mal einen Impftag im Umfeld einer Moschee oder eines Kulturvereins an?“, sagte Söder, um auf das Problem der Impfwilligen mit Migrationshintergrund zu deuten. „Zudem sollten auch Menschen in sozial schwierigen Verhältnissen beispielsweise über die Tafeln erreicht werden.“

Die Impfzentren sollen allerdings weiter bestehen bleiben. „Erstens, um die versprochenen Zweitimpfungen zu gewährleisten. Und zweitens werden die Impfzentren auf der langen Zielgeraden der Pandemie noch wichtig, um strategisch zu impfen“, sagte Söder. Außerdem werde man dort nach Söder angaben weiterimpfen: „Zum einen, um den Grundschutz auszubauen. Zum anderen, um auf mögliche Mutationen reagieren zu können.“

Hauärzte in Bayern können bereits seit dieser Woche Menschen ohne Impfreihenfolge impfen.

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Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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