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Tägliches Gebet auf YouTube – Lainecker Pfarrerin will Gemeinde trotzt Corona erreichen

Gläubige Bürger dürfen momentan nicht mehr in die Kirche, weil Gottesdienste derzeit nicht stattfinden dürfen. Deswegen hat sich die Pfarrerin der Epiphaniaskirche Laineck, Susanne Memminger, etwas einfallen lassen, um ihre Gemeinde trotzdem erreichen zu können.

Die Corona-Krise betrifft viele Bereiche des Lebens. Die Gläubigen unter den Bürgern dürfen nicht mehr in die Kirche, denn Gottesdienst sind momentan verboten. Susanne Memminger ist Pfarrerin in der Epiphaniaskirche Laineck und hat sich etwas einfallen lassen, um die Gemeinde trotzdem erreichen zu können.

Auch Pfarrer Johannes Schott hält ganze Predigten auf YouTube wegen der Corona-Krise ab. 

Tägliches Gebet auf YouTube

“Wir haben nach Lösungen gesucht, wie wir die Gemeinde trotzdem gut erreichen können”, sagt Susanne Memminger. “Die Menschen wollen uns hören und sehen.” Dafür ist die Video-Plattform YouTube perfekt geeignet. So kann die Pfarrerin mit den Menschen in ihrer Gemeinde in Kontakt treten. Dafür habe sie sich extra einen YouTube-Account eingerichtet. Es gibt auch einen festen Termin: Täglich um 18:45 Uhr wird gebetet auf YouTube. Das soll den Menschen Kraft und Hoffnung geben.

Die Lainecker nehmen das Angebot auch gerne an. “Wir haben viele Rückmeldungen, dass es sehr gut angenommen wird.” Das könne sie an der Anzahl der Klicks und der Verweildauer sehen. “Die Menschen sehen sich die Videos auch wirklich an und klicken nicht schnell wieder weg.” Außerdem bekäme sie viele Anrufe und E-Mails, in denen die Aktion gelobt wird.

Der Altar in der Lainecker Epiphaniaskirche. Foto: Privat

Einkaufsdienst für Ältere, Gebrechliche und Hochrisikopatienten

Aber gerade ältere Menschen haben kein Internet und somit keinen Zugang zu YouTube und dem täglichen Gebet. Deswegen hat sich Memminger noch etwas einfallen lassen. “Es gibt eine Sonderausgabe unseres Gemeindebriefs, damit auch die Menschen ohne YouTube ein Lebenszeichen von uns haben”, sagt sie. Dieser komme in den nächsten Tagen mit der Post an und müsse dann noch verteilt werden. Denn auch diesen Menschen sei es wichtig in die Kirche zu gehen und diese Möglichkeit besteht derzeit nicht.

Außerdem hat sie noch etwas ins Leben gerufen, um den Mitgliedern ihrer Gemeinde zu helfen. “Wir haben jetzt auch einen Einkaufsdienst.” Ältere Menschen, Gebrechliche und die, die zur Hochrisikogruppe zählen haben oft nicht die Möglichkeit einkaufen zu gehen. “Diese Menschen können bei uns anrufen und wir organisieren dann den Einkauf für sie”, erzählt die Pfarrerin.

Pfarrerin Susanne Memminger beim Gottesdienst in der Epiphaniaskirche Laineck. Foto: Privat

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler