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Tiergarten Nürnberg: Luchs bricht aus Gehege aus – und stirbt nach Betäubung

Ein Luchs ist aus seinem Gehe im Tiergarten Nürnberg ausgebrochen. Im Nachbargehege hat das Tier drei Tiere getötet. Nachdem der Luchs betäubt wurde, ist er plötzlich gestorben.

Ein Luchs ist im Tiergarten Nürnberg ausgebrochen und nach Narkose verstorben. Das teilt die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung mit.

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Am Morgen des heutigen Mittwochs (2. Juni 2021) ist im Tiergarten Nürnberg ein Europäischer Luchs aus seinem Gehege entkommen. Er hat im benachbarten Gehege drei erwachsene Hirschziegenantilopen getötet und ein Jungtier verletzt, teilt die Stadt Nürnberg mit.

Luchs bricht aus Gehege im Tiergarten Nürnberg aus

Der Luchs konnte nach Informationen der Stadt Nürnberg vor Öffnung des Tiergartens betäubt und zurück zu seinem Stall gebracht werden. „Nach dem Aufwachen aus der Narkose verstarb er plötzlich und unerwartet.“

Die Narkose selber sowie der Aufwachvorgang aus der Narkose verliefen zuerst unauffällig. Möglicherweise war die Stressbelastung durch den Ausbruch und die darauffolgende Tötung der Antilopen in Kombination mit der Narkose zu viel. Die pathologische Untersuchung habe Hinweise auf ein akutes Herz-Kreislaufversagen ergeben.

Deshalb konnte der Luchs in Nürnberg ausbrechen

Weiter teilt die Stadt Nürnberg mit: „Ursache für den Ausbruch war eine Unterbrechung des Stromkreislaufs des Elektrodrahts, der den Außenzaun sichert. Der Defekt konnte sofort nach Entdeckung behoben werden, so dass das zurückgebliebene weibliche Tier gesichert ist.“

Das Luchspärchen gehört zum EEP (EAZA Ex situ Programm = Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) für Europäische Luchse und war erst im letzten Jahr verpaart worden. Beide stammen aus Tschechien. Der verstorbene Kater wurde 2017 in Liberec geboren und lebte seit 2018 in Nürnberg. Das 2018 in Hluboka geborene Weibchen kam im vergangenen Jahr nach Nürnberg.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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