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Coronavirus

Söder erklärt Lockdown-Verlängerung in Bayern – gewisse Schüler ab Februar wieder in der Schule

Der Lockdown in Deutschland wurde bis 14. Februar 2021 verlängert. Heute (Mittwoch, 20.1.2021) gibt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Pressekonferenz zu den Maßnahmen in Bayern.

Am Dienstag (19. Januar 2021) haben Bund und Länder mehrere Stunden über den Lockdown in Deutschland und das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verhandelt. Am Ende wurden mehrere Punkte beschlossen: Eine Übersicht über die neuen Corona-Regeln gibt es hier. Heute tagt das Bayerische Kabinett in einer Videokonferenz zum Thema.

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Update vom 20. Januar 2020 um 13 Uhr: Söder verlängert Lockdown in Bayern

„Corona bedeutet einen absoluten Dauerstress für uns alle“, sagte Markus Söder auf der Pressekonferenz. „Ich habe dafür großes Verständnis“, fügte der Ministerpräsident hinzu. Er könne die Probleme der Familien nachvollziehen und verstehe, dass vielen Menschen die Luft ausgeht. Söder bedankte sich für die außerordentliche Unterstützung der Bevölkerung. „Einerseits wirkt der Lockdown in Bayern. Die Zahlen verändern sich positiv“, stellte Söder fest. „Die Tendenz ist eindeutig: Es wird besser und es geht hinunter.“ Diese Zahlen seien nur durch den Einsatz der Bevölkerung zu erreichen gewesen.

„Die Zahle der Todesfälle ist immer noch erschreckend hoch“, sagte Söder. Ein Abbruch der Maßnahme wäre ein fataler Fehler. Große Sorge besteht wegen der Mutation des Virus. Dieser sei deutlich aggressiver und könne sich leichter verbreiten. Es sei klüger Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und vorausschauend und vernünftig zu agieren.

Lockdown in Bayern verlängert

Die klare Entscheidung ist, dass der Lockdown verlängert wird. Die Ministerpäsidentenkonferenz am Dienstag (19.1.2021) habe im Ganzen gut elf Stunden gedauert, so Söder. Auch in Bayern werde der Lockdown nun mindestens bis zum 14. Februar verlängert. Ob danach wieder geöffnet werden kann, hängt von den Infektionszahlen ab. Hier könne es kein Versprechen geben.

Für Bayern brauche es keine grundlegenden Verschärfungen und Zusatzmaßnahmen, weil Bayern in Deutschland bereits jetzt mit am meisten tut. Ausgangssperre und Beschränkung des Radius bleiben. Beim Punkt Alkohol werde die Regelung angepasst. Ein generelles Alkoholverbot gebe es nach einer Entscheidung vor Gericht nicht mehr. Die Kommunen können nun Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen festlegen.

Maskenpflicht in Deutschland verschärft

Söder begrüßt die Verschärfung der Maskenpflicht in Deutschland. „Wird ein Virus gefährlicher, muss die Maske besser werden.“ Daher gelte die FFP2-Maskenpflicht nun auch für Gottesdienste oder in Pflegeheimen.

Beim Thema Schulen und Kitas räumte Söder ein, dass es für die Familien sehr schwer sei. „Natürlich ersetzt Homeschooling nicht automatisch Präsenzunterricht.“ Wir müssten aufpassen, dass wir keinen Verlust bei der Bildungsqualität hätten, so der Ministerpräsident. „Ein Pandemiegeschehen ist in Schulen und Kitas möglich“, daher müsste man an der Grundsatzlinie Distanzunterricht und Notbetreuung festhalten. „Ich glaube, das ist schon vertretbar.“

Rückkehr zum Wechselunterricht für gewisse Abschlussklassen im Februar

Vom 1. bis zum 14. Februar wird in Bayern nun damit begonnen, dass Abiturklassen und Abschlussklassen der Berufsschulen wieder zum Wechselunterricht in den Schulen zurückkehren können. Das sind etwas über 2 Prozent aller Schüler. Die finale Entscheidung hierüber hänge aber vom regionalen Infektionsgeschehen ab.

„Uns ist völlig klar, dass es kein normales Schuljahr wird“, sagte Söder. Es solle jedoch ein faires bleiben – mit maximaler Bereitschaft und Flexibilität. Daher sei es klug gewesen, die Faschingsferien zu streichen.

Arbeiten im Homeoffice bis zum 15. März 2021 – Verordnung soll kommen

Bis zum 15. März sollen Arbeitnehmer im Homeoffice arbeiten, sobald möglich. Die Bundesregierung werde dahingehend eine entsprechende Verordnung auf den Weg bringen, so Söder. Hilfen für Handel, Wirtschaft und Gastronomie müssten jetzt schnell bei den Menschen ankommen, so Söder. „Wir hoffen, das alles rechtzeitig geschieht.“

Beim Thema Gesundheit und Altenpflege möchte Söder nachbessern. Hoffnung gebe es zum Beispiel bei der Impfsituation. „Langzeitstrategisch sei das Impfen die einzige Lösung“, sagte Markus Söder. Daher verimpfe Bayern alles, was geht. Die Impfbereitschaft sei sehr hoch. Rund 80 Prozent aller Pflegeheime sei derzeit mit der ersten Impfrunde durch. „Die Pflegeheime sind gut unterwegs.“

„Wir sind in der zweiten Welle der Pandemie, hoffentlich gibt es keine dritte. Die zweite ist immer die schwerste.“

(Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns)

Die Sorge bleibt die Sorge vor der Mutation. Sollte das nach Deutschland kommen, müssten wir mit schweren Herausforderungen rechnen, so Söder. „Deswegen ist es gut, dass wir nicht abbrechen sondern fortsetzen. Es braucht noch seine Zeit, doch es muss auch nicht ewig dauern.“ Das Level an Einschränkungen in Bayern sei hoch, beschwerlich und belastend. Noch belastender sei es allerdings, wenn eine Pandemie hoch leben würde, so Söder.

Erstmeldung vom 20. Januar um 11 Uhr: Lockdown in Deutschland verlängert – Welche Regeln gelten in Bayern?

Um 13 Uhr tritt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch (20. Januar 2021) vor die Presse. Zusammen mit Wirtschaftsminister Aiwanger und Gesundheitsminister Holetschek wird Söder dann über Bayerns weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie sprechen.

Fest steht: Viele der Corona-Verschärfungen, die am Dienstag für den Bund beschlossen wurden, gelten in Bayern schon. So ist das Tragen einer FFP2-Maske beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln bereits länger in Kraft.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion

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