Transportprobleme: Kein Kaffee mehr auf dem Wochenmarkt

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Philipp von Fechter hat erst vor eineinhalb Wochen in der Opernstraße sein Wiener Kaffeehaus eröffnet. Zusätzlich konnten Kaffeeliebhaber auf dem Wochenmarkt und bei Märkten in der Innenstadt stets ein Tässchen an seinem Stand genießen. Doch damit ist jetzt Schluss. Seine Mühle wird von Fechter weiterhin mit zu den Märkten nehmen, um seinen Kunden die Bohnen frisch zu mahlen. Getränke wird es aber nicht mehr geben.

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Warum es keinen Kaffee mehr gibt

Nur bis halb 11 darf der Ladeninhaber mit seinem Auto in die Innenstadt fahren, um die Kaffeegeräte für den Markt ein- und auszuladen. Das bedeutet: An Markttagen musste von Fechter sein Auto stets an der Straße, mehrere hundert Meter von seinem Geschäft entfernt, abstellen. Den Rest des Weges lud er die Geräte auf einen kleinen Schubwagen, um sie zum Markt oder zum Laden zu schippern – über Schwellen, Bordsteine und holpriges Pflaster.

Dabei ist schon öfter etwas kaputt gegangen.

(Philipp von Fechter, Inhaber des Wiener Kaffeehauses)

Da die Maschinen sehr teuer sind, hat sich von Fechter dazu entschieden, bis auf Weiteres keinen Kaffee mehr bei den Märkten anzubieten. Das restliche Angebot bleibt. Der Geschäftsmann bedauert die Entscheidung für seine Kunden, die gerne einen Espresso zum Einkauf getrunken hätten, sieht sich aus Sorge um seine Kaffeemaschinen aber zu diesem Schritt gezwungen.

Wir haben den Laden nach dem Wochenmarkt am Samstag aber ab zirka 10 Uhr geöffnet. Wer will, kann also nach dem Markt seinen Kaffee trinken.

(Philipp von Fechter)

Änderung der Öffnungszeiten

Von Fechter hat ohnehin geplant, die Öffnungszeiten des Wiener Kaffeehauses zu ändern. Sie sollen an die Bedürfnisse seiner Kunden angepasst werden. Abends will der Inhaber flexibler sein. “Wenn viel los ist, soll es kein Problem sein, auch einmal bis 20 Uhr offen zu haben.” Bisher schließt der Laden um 17.30 Uhr. Auch am Morgen überlegt von Fechter früher zu öffnen. “Wir schauen gerade was Sinn macht”, sagt er.