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Polizeibericht

Vermisster Pfau wird auf Supermarktparkplatz in Oberfranken eingefangen und im Internet verkauft

Auf einem Supermarktparkplatz fängt ein Mann in Arzberg, laut eigenen Angaben, einen Pfau ein und verkauft ihn im Internet. Doch dann meldet sich der rechtmäßige Besitzer des Vogels.

In Arzberg stößt ein Mann im Internet auf eine Verkaufsanzeige für einen Pfau. Das Kuriose: Er selbst vermisst seit Wochen einen solchen. Sofort setzt er sich mit dem Verkäufer in Verbindung.

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Vermisster Pfau wird im Internet verkauft

Ein 49-jähriger Arzberger besitzt mehrere Pfauen. Dann verschwand eines der Pfauenmännchen. Für den Besitzer nichts ungewöhnliches: Er vermutete, dass es der „Fuchs geholt“ habe. Doch dann wurde der Mann durch Zufall auf eine Verkaufsanzeige im Internet aufmerksam. Das machte ihn stutzig.

Ein Mann verkaufte dabei in Arzberg einen Pfau. Der 49-Jährige setzte sich daraufhin direkt mit dem Verkäufer in Verbindung. Nach seinen Angaben handelte es sich beim Verkäufer um einen 52-jährigen Mann aus Arzberg. Besonders kurios: Der Verkäufer war dem Mann persönlich bekannt.

Pfau auf Supermarkt-Parkplatz gefangen und für 100 Euro verkauft

So erklärte der Verkäufer die Situation: Er habe den Pfau auf dem „Netto-Parkplatz“ in Arzberg eingefangen und ihn dann über eine Verkaufsplattform im Internet zum Verkauf angeboten. Zurückgeben könne er den Pfau nun nicht mehr, da er ihn bereits für 100 Euro „in Richtung Osten“ verkauft habe. Nähere Informationen machte der 52-jährige gegenüber dem eigentlichen Besitzer des Vogels nicht, weil er sich nicht mehr erinnern könne.

Vom schlechten Gewissen geplagt

Nach einiger Zeit hat der 52-Jährige dann aber doch ein schlechtes Gewissen bekommen, berichtet die Polizei. Daraufhin meldete er sich beim 49-Jährigen und nannte ihm Namen und Adresse des Käufers. Der Mann setzte sich dann mit dem 32-jährigen Käufer aus Thüringen in Verbindung und sie einigten sich. Der rechtmäßige Besitzer durfte „seinen geliebten“ Pfau wieder abholen. Gegen den 52-Jährigen ermittelt die Polizei Marktredwitz nun wegen Unterschlagung und Betrugs. Im Internet missbrauchen Betrüger den Namen der TV-Show „Höhle der Löwen“ für eine neue Masche. Die Kripo Bayreuth ermittelt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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