Vor der Hitzewelle: In Bayreuth werden Ventilatoren knapp

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36 Grad am Tag und auch die kommenden Nächte bringen nur wenig Abkühlung. Der Sommer 2019 ist in Bayreuth endgültig angekommen. Wer bei diesen Temperaturen einen Ventilator besitzt, kann sich glücklich schätzen. Denn in Bayreuth sind die inzwischen Mangelware. Wo man trotzdem noch ein Exemplar ergattern kann oder welche Alternativen es zur Abkühlung gibt, erfahren Sie hier.

Ventilatoren? Mangelware!

Foto: pixabay

Gähnende Leere in den Regalen der Bayreuther Elektromärkte. Die Bayreuther haben scheinbar aus der Hitzewelle 2018 gelernt und sich auf die kommenden Tage und Nächte vorbereitet. Die Nachfrage nach Ventilatoren war in den vergangen Tagen extrem hoch. Wer jetzt noch keinen besitzt, aber Abkühlung braucht, dem rät Heike Cakir, Mitarbeiterin des Euronics Baumann in Bayreuth, schnell zu sein:

Wir haben nur noch eine geringe Menge an Tischventilatoren. Auch bei den Standventilatoren sieht es mau aus.

Nachbestellen wird schwierig, da die Industrie mit der Nachproduktion nicht nachkommt.

(Heike Cakir, Mitarbeiterin Euronics Baumann)

Nicht viel anders sieht es bei expert Jakob aus. Auch hier war die Nachfrage am Wochenende außergewöhnlich hoch. Ventilatoren gehören in diesen Tagen zum Hauptgeschäft des Elektromarktes. Zwar würden auch Kühltaschen nachgefragt, allerdings bei weitem nicht in dem Maß wie Ventilatoren.

Wir haben noch ein paar Ventilatoren vorrätig. Wenn diese weg sind, dann ist wirklich Schluss. Mit weiteren Lieferungen sieht es momentan sehr schlecht aus.

(Vanessa Münch, Mitarbeiterin expert Jakob)

Im Media Markt Bayreuth sieht man dem Run auf die Ventilatoren dagegen noch optimistisch entgegen. Noch gebe es genügend Auswahl an Kühlgeräten. Und auch eine weitere Lieferung sei geplant, so Kevin Guth, Mitarbeiter im Media Markt Bayreuth.

Vereinzelt gibt es noch Ventilatoren und andere Kühlgeräte in den Elektromärkten. Foto: Susanne Jagodzik

Gute Vorbereitung im Baumarkt

Die Lage im Hagebaumarkt Bayreuth ist ebenfalls entspannt. Hier hat sich der Hagebau-Mitarbeiter Warren Gebauer gut auf den Ansturm vorbereitet.

Wir haben aus der Hitzewelle letztes Jahr gelernt und wirklich übertrieben viele Ventilatoren bestellt. Daher sind wir auch jetzt noch gut aufgestellt. Trotzdem gehen am Tag knapp 100 verschiedene Kühlgeräte weg.

(Warren Gebauer, Mitarbeiter Hagebaumarkt)


Fünf Tipps für eine alternative Abkühlung:

  • Abgedunkelte Räume: In den Morgenstunden die Fenster weit aufmachen und am besten auf Durchzug stellen. Sobald die Temperaturen nach oben klettern, die Fenster schließen und abdunkeln. Diese Methode gehört zu den ältesten, aber auch effektivsten.
  • Alles raus: Befreien Sie ihre Zimmer von überflüssigem Krimskrams. Freie Fläche lässt die Luft besser zirkulieren.
  • Elektrogeräte ausschalten: Elektrogeräte erzeugen Wärme, auch im Stand-By-Modus. Daher wird geraten, so weit es geht auf Elektrogeräte zu verzichten. Damit bleibt es nicht nur kühler, man spart auch noch Energie.
  • Feuchte Baumwolltücher:  Halten Sie ein Baumwolltuch, wie zum Beispiel ein Bettlaken, unters Wasser und wringen es gut aus. Anschließend hängen Sie es vor das geöffnete Fenster. Das sorgt für kühle Luft.
  • Sich selbst kühlen: Feuchte Wickel oder kalte Duschen helfen zumindest kurzfristig. Aber denken Sie daran: Zu großer Temperaturunterschied tut dem Körper auch nicht gut. Daher sind besonders Heißgetränke im Sommer optimal.