Vorsicht beim Weiterleiten von Whats-App-Nachrichten!

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Whats-App ist eine der am häufigsten genutzten Apps der Welt. Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen das Nachrichtenprogramm auf ihren Smartphones. Doch Vorsicht: Bei unbedachtem Umgang mit der App können sich Nutzer strafbar machen. Es drohen sogar Geld- und Haftstrafen.

Sechsstelliges Schmerzensgeld

Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zuerst berichtete, beschäftigen sich in letzter Zeit immer mehr Gerichte mit Straftaten in Whats-App. Arndt Kemgens, ein Rechtsanwalt aus Gelsenkirchen, vertritt dabei derzeit unter anderem einen Mandanten, der Nacktbilder seiner Ex-Freundin verbreitete. Er muss sich nun in einem Verfahren verantworten. Das geforderte Schmerzensgeld liegt im sechsstelligen Bereich. 

Auch Speichern schon strafbar

Auch strafbar: Das Weiterleiten von rassistischen, volksverhetzenden oder pornografischen Inhalten. Dabei gilt zu beachten: Auch, wer nicht aktiv Fotos oder derartige Inhalte weiterleitet, kann sich strafbar machen. Dafür reicht es, solches Material auf dem Smartphone gespeichert zu haben. 

Sorgfältig prüfen und löschen

Postet zum Beispiel ein Mitglied einer Whats-App-Gruppe derartige Inhalte, speichert das Smartphone eines jeden Gruppenmitglieds die entsprechenden Inhalte ab. Löschen Sie es nicht, machen Sie sich ebenfalls strafbar. Um auf der sicheren Seite zu sein, gilt daher: Prüfen Sie sorgfältig, welche Medien Ihnen geschickt werden und löschen Sie strittiges Material sofort. Alternativ bietet Whats-App die Einstellung, dass Bilder nicht automatisch auf Ihrem Telefon gespeichert werden.