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Politik

Wegen Corona-Schließzeiten: Therme Obernsees kommt dem Landkreis Bayreuth teuer zu stehen

Bei seiner Sitzung am Montag (22.2.2021) hat sich der Kreisausschuss Bayreuth mit Haushaltsplan und -satzung für das Jahr 2021 beschäftigt.

In seiner Sitzung am Montag (22.2.2021) hat sich der Kreisausschuss mit dem Haushaltsjahr 2021 beschäftigt. Ein besondererer Augenmerk gilt hier der Therme Obernsees. Die coronabedingten Schließzeiten kommen dem Landkreis teuer zu stehen.

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Wegen Corona-Lockdown: Therme Obernsees kommt dem Landkreis Bayreuth teuer zu stehen

Die Therme Obernsees in Mistelgau im Landkreis Bayreuth ist in die Jahre gekommen. Modernisierung- und Teilsanierungsmaßnahmen sind dringend nötig. Auf seiner Novembersitzung hatte sich der Kreistag mit der Entwurfsplanung und dazu gehöriger Kostenrechnung beschäftigt.

„Wir haben über Jahre nichts mehr investiert“, hieß es damals in den Beratungen. Zusätzlich kommt jetzt die dicke Corona-Rechnung für den Landkreis, denn eine geschlossene Therme spielt keine Eintrittsgelder ein. So steht im Haushaltsentwurf des Landkreises Bayreuth eine nahezu Verdopplung der Kreisumlage für die Therme Obernsees. Sie werde von bisher 952.00 auf 1.780.00 steigen.

Der Haushalt 2021 des Landkreises Bayreuth im Überblick

  • Die Personalausgaben steigen um 2,4 Prozent.
  • Die Aufwendungen für Schulen des Landkreises steigen gegenüber dem Vorjahr um 562.900 Euro auf nunmehr 8.206.900 Euro
  • Der Nettoaufwand im Bereich des Jugendamtes sinkt um 14,18 Prozent.
  • Die Ausgaben für Sozialhilfe und Grundsicherung des Landkreises Bayreuth sinken um rund eine halbe Million Euro.
  • Mit rund einer halben Million steigen die Ausgaben im Bereich des Brandschutzes massiv auf nunmehr 1.829.00 Euro.
  • Der Haushalt 2021 des Landkreises Bayreuth sieht auch mehr Geld für den Fremdenverkehr im Fichtelgebirge, den ÖPNV und auch für den Erhalt und Sanierung der Kreisstraßen vor.
  • Die Kreisumlage steigt um 1,5 Prozent.

Die Gesamtverschuldung der Kommunen im Landkreis Bayreuth wird sich zum Ende des Haushaltsjahres 2020 voraussichtlich auf 140.058.229 Euro belaufen. Im Vergleich zu 2019 wird sie den Berechnungen nach um 8,6 Prozent steigen. Zum Vergleich: Für das Haushaltsjahr 2015 hatte die Neuverschuldung rund 160 Millionen betragen. Als Grund sieht das Landratsamt die anhaltend florierende Wirtschaftslage der letzten Jahre.

Der Kreisausschuss hat sich für den Haushaltsentwurf 2021 ausgesprochen. Jetzt geht er an den Kreistag zur finalen Beratung und Abstimmung.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß