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Coronavirus

„Weihnachtsmarkt light“ in Bayreuth: Versuch, wenigstens ein kleines bisschen Adventsstimmung zu verbreiten

Das bt hat die Standbetreiber auf dem „Weihnachtsmarkt light“ in der Bayreuther Fußgängerzone zur aktuellen Situation befragt.

Schausteller und Marktkaufleute trifft der Corona-Lockdown erneut. Absagen von Weihnachtsmärkten und Festen berauben sie ihrer Einnahmen. Bei der Eröffnung des „Weihnachtsmarkts light“ am Montagnachmittag (16.11.2020) in der Bayreuther Fußgängerzone hat das bt mit Betreibern der insgesamt zehn aufgebauten Stände gesprochen.

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Weihnachtsmarkt light in Bayreuth

„Es war einfach nicht mehr drin“, hieß es von Seiten der Stadt zum diesjährigen Weihnachtsmarkt auf dem Stadtparkett in Bayreuth. So sind zehn Stände in der Fußgängerzone aufgebaut worden, um eine Art Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Wegen der Corona-Krise wurde nämlich der Christkindlesmarkt abgesagt.

Das neue Konzept sieht so aus: Die Stände stehen nicht dicht nebeneinander und Spender mit Handdesinfektionsmitteln wurden platziert. Wer Bratwurst, Glühwein und Co. kaufen möchte, soll die Produkte dann abseits genießen, um keine Grüppchenbildung zu ermöglichen.

Sinn und Zweck dieses Weihnachtsmarkts light soll es sein, dass die Standbetreiber und Co. zumindest ein wenig Umsatz machen zu können.

Warum die Stimmung an den Ständen des Bayreuther Weihnachtsmarkt light gut ist

Die meisten der Schausteller arbeiten seit vielen Jahren und schon lange nicht mehr in der ersten Generation in diesem Beruf: egal ob Glühwein, Bratwurst oder gebrannte Mandeln. Oft betreiben Familien von Marktkaufleuten gleich mehrere Geschäfte. „Das ist unser Leben. Wir können gar nicht anders“, stimmen die Aussagen der Schausteller in Bayreuth überein.

Die älteren erinnern sich noch an den Knochenjob ihrer Eltern und wie sie es nach den Weltkriegen trotzdem geschafft haben, das Beschicker-Geschäft aufzubauen. „Corona ist anders“, heißt es dann, „aber auch das werden wir überstehen.“

Mit Leib und Seele Beschicker zu sein, bedeute eben nicht, auf den Tränendrüse zu drücken. „Wir freuen uns, hier sein zu dürfen.“ Freilich würden sie alle auf Umsatz hoffen.  „Was viel mehr zählt ist aber, dass wir mit unserer eigenen Hände Arbeit wieder unseren Lebensunterhalt verdienen können“, sagt einer der Schausteller.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß