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Beschleunigtes Bauverfahren: Neues Nahversorgungs-Zentrum an der Königsallee

Um Lücken im Nahversorgungs-Konzept der Stadt Bayreuth zu schließen, sollen mehr zentrale Versorgungsbereiche in der Stadt entstehen. Als erstes soll ein Nahversorgungs-Zentrum – inklusive Discounter und Lebensmittel-Vollsortimenter – an der Königsallee realisiert werden. Der Stadtrat hat am Mittwoch dem beschleunigten Bauverfahren zugestimmt. Wichtig zu wissen: Die Fläche gegenüber des heutigen Discounters soll ebenso mit eingebunden werden.

Hier entsteht bald ein mehrstöckiges Nahversorgungszentrum, Foto: Redaktion

18 Prozent der Stadt gelten derzeit als unterversorgt, acht Prozent sogar als nicht versorgt. Da im Bayreuther Osten besonders viele Leute leben und das Gebiet als „eher unterversorgt“ gilt, liegt dieser Bereich im Fokus der Planungen. Das Nahversorgungs-Zentrum soll explizit auch für Fußgänger und Radfahrer gut erreichbar sein.

Gebäude mit mehreren Geschossen in Planung

Auf der Seite des bisherigen Discounters ist ein Gebäude mit mehreren Geschossen geplant: Neben der Lebensmittelversorgung seien hier weitere Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen, so Stadtbaureferentin Urte Kelm. „Um gezielt eine hohe Sortimentsqualität zu erreichen, wird voraussichtlich ein städtebaulicher Vertrag zum Tragen kommen“, fügt sie hinzu.

Aufgrund von direkten Emissionen seitens der Autobahn und der angrenzenden Bahnstrecke, ist eine Nutzung des neuen mehrgeschossigen Gebäudes als weiterer Wohnraum ausgeschlossen.

(Stadtbaureferentin Urte Kelm)

Auch Fläche gegenüber mit eingeschlossen

Auch eine quadratische Fläche südlich der Königsallee, das heißt gegenüber des heutigen Discounters, soll mit genutzt werden, wie die Stadtbaureferentin erklärt. Dort, am Hasenweg, befinden sich derzeit ein Parkplatz sowie einige Kleingärten.

Der Parkplatz zwischen Königsallee und Hasenweg ist beim Nahversorgungszentrum auch als Fläche mit eingeplant. Foto: Redaktion

Welche Vorteile der Standort Königsallee bietet

Als positiv wird die Anbindung des Standortes an den ÖPNV und den motorisierten Verkehr gesehen. In Richtung Colmdorf und Neue Heimat besteht ebenso eine gute Anbindung für Radfahrer. Für einen Vollsortimenter ist die Größe des Standortes in der Königsallee ausreichend. Außerdem liegt eine ebene Fläche vor, was optimal sei.


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Kurzfristige Umsetzung möglich

Innerhalb einer Fußweg-Distanz von zehn Minuten gibt es dort zurzeit etwa 1.750 Einwohner. Bereits zuvor wurde der Standort durch ein ehemaliges Gartencenter sowie durch einen aktuell bestehenden Discounter durch den Einzelhandel erschlossen. Daher kann eine Ansiedlung eines Nahversorgungs-Zentrums kurzfristig umgesetzt werden, wobei ein sogenannter Lebensmittel-Vollsortimenter, mit einer Verkaufsfläche vom maximal 800 Quadratmetern,  und ein Lebensmittel-Discounter, mit einer Fläche von maximal 800 Quadratmetern, eingeschlossen sind.

Anpassungen des Verkehrs

Teil der Planungen ist auch eine Anpassung des Verkehrs durch eine Ampelanlage am Knotenpunkt der Königsallee, eine zusätzliche Linksabbiegespur von der Königsallee zum Gelände des Nahversorgungs-Zentrums sowie eine Verbreiterung des Rad- und Fußweges entlang der nördlichen Seite der Königsallee. Die Baumallee soll, ausgenommen von einigen punktuellen Fällungen, allerdings erhalten bleiben. An diesen Stellen sind Ersatzpflanzungen geplant.