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O’zapft is: So schmeckt das erste Bier auf dem Weißbierfest

Am Donnerstagabend öffnet das Maisel’s Weißbierfest endlich seine Pforten. Die wochenlangen Vorbereitungen neigen sich dem Ende zu. Die letzten Handgriffe werden gemacht. Michael Angerer richtet mit seinem Team noch den Backstagebereich für die Künstler ein, die Tontechniker bauen ihr Equipment für den Soundcheck am Nachmittag auf und in Mitten des ganzen Getümmels steht Gerhard Werther in einem der Schankwagen.

Probieren geht über studieren: Schankmeister Gerhard Werther überzeugt sich selbst von der Qualität des Bieres. Foto: Redaktion

Der Schankmeister schließt die Fässer in allen 14 Schankstellen an, prüft die Anlagen und die Leitungen und kontrolliert, ob alle Hygienevorschriften eingehalten sind. Im Kühlraum des großen Schankwagens lagern 20 Fässer à 50 Liter Weißbier.

Werther weiß, was er tut, jeder Handgriff sitzt. Denn der 59-Jährige ist seit dem ersten Weißbierfest vor 32 Jahren dabei – und hat selbstverständlich noch kein Weißbierfest ausgelassen. So soll das auch bleiben. Heuer wird er am Donnerstag und am Samstag im Dienst sei. Er ist aber auch sonst da, wenn es technische Probleme gibt. An den restlichen Festtagen wird man Werther privat auf dem Brauereigelände sehen.

Ich springe aber auch im Ausschank ein, wenn Not am Mann ist.

(Gerhard Werther, Schankmeister)

Und wenn der Schankmeister nicht im Dienst oder da ist, springt Kollege Mirco Weigelt ein. Selbstverständlich gebührt das erste, frisch gezapfte Weißbier den beiden Profis. Und wie schmeckt’s? „Perfekt“, so das Urteil der Kenner.

Mit Suzi Quatro huckepack zum Auftritt

Früher hat Schankmeister Werther die Stars und Sternchen für ihren Auftritt persönlich vom Hotel abgeholt und zum Fest gebracht. Er erinnert sich zum Beispiel nur zu gut an Suzi Quatro.

Sie war eine sehr schreckhafte und scheue Frau. Vor dem Fest wollte sie nicht aus dem Auto aussteigen, wegen den vielen Fotografen. Also habe ich den Personenschutz kommen lassen, habe Suzi Quatro huckepack genommen und sie rein gebracht.

(Gerhard Werther)

Und Kim Wilde habe dem Schankmeister im Auto ein ganz privates Ständchen auf dem Weg zum Hotel gesungen. „Sie hat sich sogar vorne neben mich gesetzt.“