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Peggy: Tatverdächtiger aus U-Haft entlassen

Das Amtsgericht Bayreuth hat im Laufe des gestrigen Tages den 41-jährigen Tatverdächtigen im Fall Peggy aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Gericht entsprach so der Beschwerde des Beschuldigten und hob in Folge den Haftbefehl auf, der am 10. Dezember von einem Ermittlungsrichter erlassen worden war. Dies verkündeten die Staatsanwaltschaft Bayreuth und das Polizeipräsidium Oberfranken in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Zur Begründung: Das Amtsgericht verneinte einen dringenden Tatverdacht, da das widerrufene Teilgeständnis nun nicht mehr gegen den Beschuldigten verwendet werden könne. Das Spurenbild am Ablageort würde zwar den Verdacht der Verbringung der Leiche, nicht aber ein vorausgegangenes Tötungsdelikt begründen. Weitere Ermittlungsergebnisse, wie Aussagen anderer Personen, würden keinen dringenden Tatverdacht für eine Sexualstraftat oder ein Tötungsdelikt begründen.

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wird die Begründung des Beschlusses sowie die Rechtslage eingehend überprüfen. Dabei wird sie entscheiden, ob sie Beschwerde gegen den Beschluss einlegen wird. Hierbei wird auch von Bedeutung sein, ob die Befragung des Beschuldigten, entgegen der Rechtsmeinung des Ermittlungsrichters, im September 2018 ohne Verteidiger erfolgen durfte.

Weitergehende Auskünfte können derzeit im nichtöffentlichen Haftprüfungsverfahren nicht erteilt werden.