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Perfektes Wochenende für HaSpo Bayreuth

Auch der zweite Heimspieltag in Folge verlief für die beiden Bayernliga-Teams von HaSpo Bayreuth erfolgreich. Nachdem die Frauen einen 19:23-Rückstand noch zum 24:23 (11:17)-Erfolg über die SG Mintraching/Neutraubling gedreht hatten, waren auch die Männer gegen HT München erfolgreich. Sie gewannen mit mit 29:22 (13:12).

Eine enge Angelegenheit

Das Männer-Team des Trainerduos Marc Brückner und Michael Werner tat sich in der ersten Hälfte schwer gegen gut dagegenhaltende Münchner, die über die komplette Spielzeit das taktische Mittel des siebten Feldspielers einsetzten. Davon ließen sich die Bayreuther aber nicht beirren und stellten die Gäste über die komplette Spieldauer immer wieder vor neue Aufgaben und erzwangen Ballgewinne. Zwar enteilte HaSpo zwischenzeitlich vom 6:6 auf 10:6. Jedoch war die erste Halbzeit eine enge Angelegenheit, in der beide Teams Lösungen gegen die gegnerische Abwehrreihe fanden. Da sich die Hausherren in den letzten zehn Minuten vor der Pause gegen die 6:0-Abwehr etwas schwerer taten, kamen die Gäste wieder heran und lagen beim 13:12 zur Pause in Schlagdistanz. 

Sieg gegen alte Bekannte

Nach dem Seitenwechsel schaffte es HaSpo den Vorsprung schnell etwas auszubauen und ihn zu konservieren. So führten sie über die Stationen 18:15, 20:16 und 24:20 immer mit drei bis vier Toren. Endgültig vorentscheidend war dann der anschließende 3:0-Lauf zum 27:20 fünf Minuten vor Schluss. Brückner und Werner zeigten sich im Anschluss zufrieden und freuten sich auch darüber, das Trainerduell für sich entschieden zu haben, denn mit den Gästetrainern Thomas Schibschid und Friedrich Stoller spielten die beiden zu Regionalligazeiten im HaSpo-Trikot. Sie kennen sich daher gut.

Wir haben heute wieder eine sehr starke Abwehrleistung gezeigt mit starken Torhütern dahinter. Zudem haben sie sich auch nicht aus der Ruhe bringen lassen und gute Mentalität gezeigt, als es zur Pause noch knapp war.

(Die HaSpo-Trainer)

Dank des erneuten Erfolges stehen die Bayreuther Handballer weiter als Spitzenreiter da. Allerdings sind sie nur aufgrund von neun mehr geworfenen Toren vor dem Zweiten HSC Coburg II. Denn der oberfränkische Rivale hat sowohl die gleiche Punkteausbeute von 13:3 als auch die identische Tordifferenz. 

Furiose Aufholjagd der Damen

Die Frauen von HaSpo liegen nach ihrem knappen 24:23 gegen die SG Mintraching/Neutraubling mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 8:8 auf dem achten Rang und stehen somit erst einmal im gesicherten Mittelfeld. Gegen die Oberpfälzerinnen leisteten sich die Gastgeberinnen in Halbzeit eins zu viele technische Fehler, die die Gäste zu leichten Toren nutzten. Nach einem frühen 2:6 (8.) verkürzte HaSpo zwar mehrmals auf zwei Tore (7:9, 9:11), jedoch war der klare 11:17-Rückstand zur Pause aufgrund des fehlerhaften HaSpo-Angriffsspiels gerechtfertigt.

Der Schlüssel zum Erfolg

Schlüssel zum Erfolg war dann ein Wechsel zur defensiveren 6:0-Abwehrvariante, die die Gäste vor große Probleme stellte. In Hälfte zwei ließ HaSpo nur noch sechs Treffer zu und vernagelte das eigene Tor ab der 48. Minute komplett. In Zusammenarbeit mit einer starken Torhüterin Hanna Bauer dahinter, kam Mintraching in den letzten zwölf Minuten zu keinem einzigen Treffer mehr und HaSpo verkürzte Tor um Tor.

Der zweite Sieg in Folge

Fünf Minuten vor Schluss war beim 23:23 der 19:23-Rückstand egalisiert und die Bayreutherinnen wollten jetzt den Sieg. Eine 7-Meter-Chance ließen sie noch ungenutzt. Doch in der vorletzten Minute traf HaSpo dann zum entscheidenden 24:23 und feierte anschließend den zweiten Sieg hintereinander. Trainer Udo Prediger war glücklich über die zwei Punkte.

In der ersten Halbzeit haben wir uns einfach zu viele Fehler geleistet. Dass die Mädels das Spiel im zweiten Abschnitt dann noch gedreht haben, zeigt, dass eine tolle Moral in ihnen steckt.

(Udo Prediger, HaSpo Bayreuth)


Text: David Schreibelmayer